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In Wien werden Spielregeln für die Wettbranche verschärft

(Foto: iStock)

Künftig werden die Spielregeln für das Wetten verschärft. Im Landtag wird die Novelle des Wettengesetzes festgelegt. Lokale, die nach außen wie ein Wettbüro aussehen, brauchen eine Bewilligung.

Lokale, die nach außen hin aussehen wie ein Wettbüro oder Wettlokal, brauchen künftig ebenfalls eine Bewilligung. Doch die Betreiben fürchten, dass damit Public-Viewing-Events aussterben würden. Die Stadt argumentiert, dass Wettlokale vermehrt dazu beigetragen haben, gewissermaßen nur mehr die Räumlichkeiten anzubieten, etwa die Übertragung von Sportveranstaltungen, aber nicht mehr den Abschluss von Wetten, berichtet „ORF“. Dies würde mittels eines online Zugangscodes, über das Handy des Spielers, erfolgen. Nun soll eine neue Regelung exakte Bestimmungen darüber erlassen.

Weiters soll die Bewilligung für Wettunternehmer, Buchmacher oder Vermittler, auf drei Jahre eingeschränkt werden. Ein biometrisches Kontrollsystem wird bei Verstößen gegen die Zutrittskontrollen in Wettlokalen verlangt. Wenn man mehr als 1.000 Euro zum Wetten einsetzt oder Gewinne ab 2.000 Euro erzielt, muss die Identität der Person und die Höhe von Einsatz und Gewinn im Wettbuch festgehalten werden. Um das Risiko von Geldwäsche oder Terrorfinanzierung zu unterbinden, werden Unternehmen in die Pflicht genommen, dies zu minimieren.

In der Vergangenheit wurden bereits durch die rot-grüne Stadtregierung die Wettbestimmungen verschärft. Höhere Strafen, stärkerer Jugendschutz oder Einschränkungen bei Live-Wetten wurden damals festgelegt. Ursache für die gesetzliche Straffung war die Verlagerung des Zockens hin zur Wettbranche.