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Inflationsausgleich

Inflation steigt, Pensionen sinken – Regierung hält sich bedeckt

Inflation steigt, Pensionen sinken – Regierung hält sich bedeckt
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2 Min. Lesezeit |

Die Pensionen könnten 2026 um 2,7 Prozent steigen – deutlich weniger als die aktuelle Erhöhung. Die Regierung hält sich alle Optionen offen.

Für 2026 zeichnet sich eine Pensionserhöhung von etwa 2,7 Prozent ab. Diese Prognose basiert auf der aktuellen Inflationsschätzung der Statistik Austria für den Zeitraum August 2024 bis Juli 2025. Bemerkenswert ist der jüngste Anstieg der Inflation auf 3,5 Prozent im Juli – der höchste Wert seit April 2024. Besonders Energie und Industriegüter trieben diese Entwicklung voran.

Bei einer Brutto-Pension von 1.500 Euro würde das einem monatlichen Netto-Plus von rund 38 Euro ab Jänner 2026 entsprechen. Pensionisten mit einer Brutto-Rente von 2.500 Euro könnten mit etwa 52 Euro mehr pro Monat rechnen. Die endgültige Anpassung könnte sich allerdings noch leicht auf 2,6 Prozent reduzieren, da sie auf der durchschnittlichen Jahresinflation basiert.

Die Pensionen wurden im laufenden Jahr um 4,6 Prozent angehoben, wobei diese Erhöhung bei einer monatlichen Höchstbeitragsgrundlage von 6060 Euro gedeckelt wurde. Während Familien- und Sozialleistungen grundsätzlich im gleichen Ausmaß steigen sollten, wurde bei einkommensunabhängigen Leistungen wie Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld die Inflationsanpassung für zwei Jahre ausgesetzt.

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Neue Regelung für Neupensionisten

Erstmals wird ab 2026 eine Sonderregelung für neue Pensionisten wirksam: Wer erst ab 2025 in den Ruhestand tritt, erhält bei der ersten Pensionserhöhung nur die Hälfte des Anpassungsfaktors – das bedeutet voraussichtlich nur rund 1,3 bis 1,35 Prozent statt der vollen 2,7 Prozent.

Regierung berät

Die Bundesregierung hat bislang keine offizielle Stellungnahme zur prognostizierten Pensionserhöhung abgegeben. Sie behält sich vor, auch abweichende Anpassungen zu beschließen. Aus dem Bundeskanzleramt verlautete am Freitag, die wirtschaftliche und budgetäre Situation erfordere „bei den Pensionsanpassungen ein umsichtiges und verantwortliches Handeln“. Die Gespräche dazu seien im Gange.

Das Sozialministerium betonte seinerseits, man werde eine „soziale, gerechte und nachvollziehbare Lösung“ erarbeiten.

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KO KOSMO-Redaktion
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