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TERRORGEFAHR

IS ruft zu Auto-Anschlägen in Österreich auf

FOTO: EPA-EFE/RONALD WITTEK
FOTO: EPA-EFE/RONALD WITTEK

Der IS ruft in einer neuen Botschaft zu Gewalt in Wien und Salzburg auf. Sicherheitsbehörden sind alarmiert und überwachen die Radikalisierungsszene.

Die Bedrohung durch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hat in Deutschland und Österreich eine neue Dimension erreicht. Mit einem erschreckenden Aufruf an ihre Anhänger, der Städte wie Wien und Salzburg ins Visier nimmt, ermutigt der IS zu Gewaltakten. Das zentrale Bild der Propaganda zeigt einen Autofahrer vor einer Menschenmenge und weckt Erinnerungen an die Amokfahrt in München vom 13. Februar, bei der ein mutmaßlicher IS-Sympathisant in eine Demonstration raste und zwei Menschen tötete. Bei diesem Vorfall wurde der Angreifer, Farhad N., in seinem Fahrzeug mit einem Koran aufgefunden.

Auch der Fall des mutmaßlichen Attentäters von Villach, Ahmad G., der mit einem Messer einen Jugendlichen ermordete, wird vom IS ausgeschlachtet. Sein Bild kursiert im Internet, begleitet von Aufrufen zur Gewalt im Namen Allahs.

IS-Propaganda in Deutschland

Laut „Bild“-Zeitung verbreitet die deutschsprachige Website Al Saif Media die Hass-Botschaften. Sie wird dem IS zugerechnet. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland und Österreich sind alarmiert und beobachten eine Zunahme an Mobilisierung und Radikalisierung unter Extremisten. Der IS strebt an, sogenannte „einsame Wölfe“ zu mobilisieren – Einzeltäter, die unvorhersehbare Angriffe verüben. In den vergangenen Monaten ereigneten sich Anschläge in Städten wie Mannheim, Solingen, Aschaffenburg, München und Villach. Die Täter standen oft nicht im Fokus der Behörden.

Besonders junge Menschen sind anfällig für die Propaganda, die über soziale Medien wie TikTok und Instagram verbreitet wird. Der IS nutzt gezielt direkte Nachrichten auf Instagram, um junge Muslime zu erreichen. In letzter Zeit haben Sicherheitsbehörden mehrere Anschlagspläne von minderjährigen Islamisten vereitelt. Vor großen Veranstaltungen wie den Faschingsumzügen sind die Sicherheitsbehörden besonders wachsam.