Start NEWS Chronik Kampf gegen Impfverweigerer: Das ist der Plan der EU

Kampf gegen Impfverweigerer: Das ist der Plan der EU

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Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

In einigen Ländern der europäischen Union wird heftig über eine COVID-19-Impfpflicht diskutiert. Über mögliche Sanktionen gegen Verweigerer wird ebenfalls debattiert. Spanien plant eine öffentliche Personenliste, die die Impfung ablehnen. Österreich hingegen plant keine Impflicht.

Heftige Debatten über den Umgang mit Impfverweigerern haben begonnen. Spanien möchte Namen von Menschen registrieren, die die Impfung ablehnen. Die Liste wird zwar nicht öffentlich zugänglich sein, aber an andere EU-Länder weitergegeben, so Gesundheitsminister Salvador Illa. Eine Impfpflicht sei aber nicht geplant.

Heftige Diskussionen auch in Italien:
Auch in Italien ist es zu heftigen Diskussionen gekommen. Die Regierung in Rom hat versichert, dass allen Italienern eine Impffreiheit garantiert ist. Sollten sich aber wenige Menschen zur Impfung melden, so könnte es zu einer Impflicht für Beamte, Lehrer und das Gesundheitspersonal kommen.

Agostino Miozzo, der die Regierung bei der Ergreifung der Anti-Corona-Maßnahmen berät, sprach sich für eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie für alle Mitarbeiter von Krankenhäusern und Pensionistenheimen aus. „Eine Impfpflicht ist nicht der richtige Weg, mit der Corona-Pandemie umzugehen“, erklärte hingegen die Ministerin für die öffentliche Verwaltung, Fabiana Dadone.

Sollen Ärzte und das Gesundheitspersonal zur Impfung gezwungen werden?
Laut Rechtsprofessor Amedeo Santosuosso könnten Mediziner zur Impfung gezwungen werden: „Medizinern, die nicht geimpft werden wollen, könnte verboten werden, mit anfälligeren Personen zu arbeiten.“ Die Ärztekammer in Italien leitete bereits Disziplinarverfahren gegen zehn Ärzte ein, die sich gegen die Impfung weigern.

Keine Impfpflicht in Österreich:
Eine Impfpflicht wird es in Österreich keine geben, so Bundeskanzler Sebastian Kurz. Empfehlenswert wäre es für ältere Menschen, wo das Virus lebensbedrohlich sein könnte. Gesundheitsminister Rudolf Anschober sagte, man werde auf „ehrliche Information“ setzen. Jedoch möchte der Gesundheitsminister daran erinnern, dass beispielsweise die Kinderlähmung in Österreich nur durch die Impfung verhindert werden konnte.