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Hungerkatastrophe

Kanadas Premier erkennt Palästina an und rechnet mit Israel ab

Kanadas Premier erkennt Palästina an und rechnet mit Israel ab
(Foto: EPA/OLIVIER MATTHYS)
2 Min. Lesezeit |

Premierminister Carney bezeichnete das Vorgehen Israels im Gazastreifen als „anhaltendes Versagen“, eine humanitäre Katastrophe abzuwenden. Mit seinem Vorstoß zur Anerkennung Palästinas beabsichtigt er, die Perspektiven für eine Zweistaatenlösung zu stärken.

Die Vereinten Nationen haben angesichts der wachsenden Zahl von Hungertoten ihre Forderung an Israel intensiviert, den Zugang für humanitäre Hilfslieferungen in den abgeriegelten Küstenstreifen deutlich zu erweitern. Die gegenwärtigen Maßnahmen reichen nach Einschätzung der UNO bei weitem nicht aus.

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Wachsende Kritik

Nach einem tödlichen Angriff auf eine Kirche in Gaza-Stadt hat sich auch Papst Leo kritisch zum israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen geäußert. Parallel dazu mehren sich die kritischen Stimmen aus der Bundesregierung gegenüber dem Vorgehen Israels.

Kanada hat nun angekündigt, Palästina im Rahmen der 80. UN-Vollversammlung im September 2025 als Staat anerkennen zu wollen. Die kanadische Regierung knüpft diesen Schritt an Bedingungen und fordert umfassende Reformen der Palästinensischen Autonomiebehörde, darunter allgemeine Wahlen unter Ausschluss der Hamas, um die Voraussetzungen für eine stabile und demokratische Regierungsführung zu schaffen.

Mit diesem Vorstoß reiht sich Kanada in eine wachsende Gruppe westlicher Staaten ein. Auch Frankreich, Großbritannien und Malta haben ähnliche Schritte angekündigt. Insgesamt erkennen bereits 147 UN-Mitgliedstaaten Palästina an, darunter zehn EU-Staaten. Die israelische Regierung kritisiert den diplomatischen Kurswechsel als kontraproduktiv für die Bemühungen um eine Waffenruhe und die Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln.

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Umstrittene Hilfslieferungen

Berichten zufolge kam es erneut zu tödlichen Zwischenfällen an Verteilzentren für Hilfsgüter. Die umstrittene, von Israel unterstützte Gaza Humanitarian Foundation (private Hilfsorganisation) wies diese Darstellung zurück, kündigte jedoch eine Untersuchung der Vorfälle an.

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KO KOSMO-Redaktion
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