Start Politik Kanzler Kurz: „Balkan-Reisen stehen ganz oben auf der Agenda“
KÜNFTIG AUCH 3G-REGELN

Kanzler Kurz: „Balkan-Reisen stehen ganz oben auf der Agenda“

(FOTO: BKA/Andy Wenzel, zVg.)

Im Sommer ist für viele Österreicher mit Wurzeln am Balkan der Besuch von Familie und Freunden sehr wichtig. Und genau dieser soll auch jetzt wieder möglich sein, erzählt der Bundeskanzler im Interview mit KOSMO.

In Wien haben rund 45 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Die meisten davon in Serbien, Bosnien oder anderen Balkanländern. Doch wegen der Pandemie war es vielen bisher nicht möglich, ihre Verwandten zu besuchen. Wer dies doch tat musste sich in Quarantäne begeben. Doch diese Regelungen sollen nun Fallen, wie Sebastian Kurz in einem Gespräch mit KOSMO erzählte. Unter der Einhaltung der 3G-Regeln soll das Reisen zum Balkan im Sommer wieder ohne Auflagen möglich sein.

„Grüner Pass“ soll auch am Balkan gelten
Man arbeite derzeit mit den Westbalkanstaaten intensiv an einer gegenseitigen Anerkennung der jeweiligen Impfzertifikate. Außerdem sei der Plan auch, dass der EU-weite „Grüne Pass“, der ab 1. Juli in Kraft tritt, auch auf die Westbalkanländer ausgeweitet werden soll.

Sind Quarantänebestimmungen passé?
„Derzeit wird die Reisefreiheit überall wiederhergestellt, sowie die Quarantänebestimmungen abgeschafft“, so Kanzler Kurz. Der Trend gehe dahin, dass Menschen aus allen Ländern Europas, aber auch darüber hinaus, einfach und unproblematisch reisen könnten, sofern die Sicherheitssituation gut ist. Seit 10. Juli ist das Reisen, bzw. die Einreise nach Österreich sogar noch leichter geworden. Auf Anlage A finden sich seitdem viele Länder, für die die Registrierungspflicht bei der Rückreise entfallen ist, sofern ein 3G-Nachweis erbracht werden kann, so etwa auch für Kroatien.

Serbien, Bosnien und Co.
Die restlichen Balkanländer, wie etwa Serbien, Bosnien, Nordmazedonien, Albanien oder der Kosovo befinden sich zwar nicht auf dieser Liste, jedoch gibt es seit dem 10. Juni hier noch eine weitere Neuerung: Die selben Regeln gelten seit diesem Zeitpunkt nämlich auch für all jene Länder, die das deutsche Robert-Koch-Institut nicht als Risikogebiet auflistet. Theoretisch reicht für die oben genannten Länder somit seit 11. Juni auch ein 3G-Nachweis bei der Einreise nach Österreich. Auf der Seite des Sozialministeriums sind sie allerdings noch nicht unter den Ländern gelistet, für die ein 3G-Nachweis ausreicht.

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