Kroatien erlebt einen Fußball-Abend zum Vergessen – und die Rufe nach Konsequenzen werden lauter.
Kroatiens Fußball-Nationalmannschaft hat in Rijeka eine historische Niederlage gegen England kassiert – und der Druck auf Trainer Slaven Bilic wächst seither spürbar.
Bereits in der ersten Halbzeit stellte England die Weichen auf Sieg: Vier Treffer binnen 45 Minuten ließen der kroatischen Elf kaum Raum zur Gegenwehr. Das Ergebnis rief unweigerlich Erinnerungen an das bislang dunkelste Kapitel der kroatischen Fußballgeschichte wach – die 0:6-Niederlage gegen Spanien im Jahr 2018. Auch diesmal fand die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Spiel, entwickelte kaum Torgefahr und war dem Gegner in nahezu allen Belangen unterlegen.
Bilics Rechtfertigungsdruck
Der Rückstand von 0:4 zur Pause war erdrückend – und ließ sich in der zweiten Halbzeit nicht mehr aufholen. Die Enttäuschung unter Fans und Beobachtern entlud sich prompt: „Können wir jetzt Dalic zurückholen und ihm das Zehnfache des Gehalts zahlen?“, fragte ein Kommentator anonym. Ein anderer Kritiker formulierte es noch schärfer: „Ein schlechteres Spiel habe ich seit der Unabhängigkeit nicht gesehen.“
Bilic und der kroatische Fußballverband HNS stehen damit unter erheblichem Rechtfertigungsdruck. Stimmen, die personelle Konsequenzen – sowohl im Trainerstab als auch im Verbandsmanagement – fordern, werden lauter.
Nations-League-Ausweg
Einen letzten Ausweg bietet die Nations League: Die Play-offs für die Liga A/B sind für März 2027 angesetzt, und Kroatien könnte sich dort rehabilitieren.
Zudem bleibt theoretisch die Möglichkeit eines Verbleibs in der höchsten Spielklasse über die Drittplatzierten-Regelung bestehen.