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Neustart

Kaputt, verwüstet, wiedereröffnet: Pratersauna kehrt als „Urban Pool Club“ zurück

Kaputt, verwüstet, wiedereröffnet: Pratersauna kehrt als „Urban Pool Club“ zurück
FOTO: Screenshot Instagram
2 Min. Lesezeit |

Nach Insolvenz und Vandalismus startet die Pratersauna neu – mit Pool, Sand und einem Gastronom, der aufräumen musste.

Der Außenbereich der Pratersauna im Wien-Prater hat einen neuen Betreiber: Unter der Marke edison wird das Gelände seit 23. Juli als „Urban Pool Club“ geführt. Verantwortlich dafür ist Gastronom Nikolaus Gutmann, der in Wien und Niederösterreich bereits eine Reihe von Gastronomiebetrieben leitet. Was er bei seiner Übernahme vorfand, beschreibt er in einem Gespräch mit dem Online-Magazin „Zwischenbrücken“ in drastischen Worten: „Als wir hier angefangen haben, war es desaströs. Der Pool war die größte Baustelle.“ Aufgeschlitzter Bodenbelag, Steine im Wasser, demolierte Waschbecken und fehlende Klimageräte – das Ausmaß der Schäden war erheblich.

Rasches Scheitern

Dem Neustart war ein rasches Scheitern vorausgegangen. Anfang Jänner 2025 hatte der Berliner Szenegastronom Sebastian Müller-Klasz die Pratersauna übernommen und mit einem neuen Clubkonzept wiederzubeleben versucht. Der Versuch endete bereits Mitte Dezember, als der Betrieb eingestellt wurde. In der Folge kam es zu Räumungsklagen und gleich zwei Insolvenzverfahren: Zunächst meldete die Betreibergesellschaft Prater Nostra GmbH Konkurs an, kurz darauf wurde auch über die RHC Invest GmbH, die zuletzt als Pächterin der Liegenschaft fungiert hatte, ein Konkursverfahren eröffnet. Nach dem Betriebsende wurde das Areal zusätzlich Ziel von Vandalismus.

Gutmann setzt auf ein grundlegend anderes Konzept als sein Vorgänger. Vom klassischen Clubbetrieb mit Techno bis in die frühen Morgenstunden ist vorerst keine Rede – genutzt wird ausschließlich der Außenbereich mit Pool, Beachvolleyballplatz und Liegewiese. Kapazität: rund 300 bis 400 Personen. Bei entsprechender Witterung ist der „Urban Pool Club“ von Donnerstag bis Sonntag geöffnet, zunächst bis Ende September. Für die Wintermonate ist ein Christkindlmarkt in Planung.

Neues Erscheinungsbild

Das Erscheinungsbild des Außenbereichs wurde grundlegend erneuert. Blau und Gelb prägen das visuelle Konzept, der Gartenbereich wurde aufwendig gestaltet, Sand aufgeschüttet. Das kulinarische Angebot umfasst neben Burgern auch verschiedene Pommes-Varianten – die klassische Version ist um 5,90 Euro erhältlich, „Premium Fries“ mit Trüffelmayonnaise, Grana und Jungzwiebeln um 7,50 Euro. Ergänzt wird die Karte durch Gerichte wie „Kukuruzzi Fritti“, gegrillte Maiskolbenstücke mit Limetten-Aioli um 8,90 Euro, sowie Beef Tatar Rolls auf Hotdog-Brot um 15,90 Euro. Das Krügerl Bier kostet 5,90 Euro.

Wer das Gelände betreten möchte, zahlt sieben Euro Eintritt – unabhängig davon, ob der Pool genutzt oder lediglich etwas konsumiert wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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