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Wimbledon

Klare Ansage nach Niederlage: Djokovic „will noch mindestens ein Mal zurück

Klare Ansage nach Niederlage: Djokovic „will noch mindestens ein Mal zurück
FOTO: EPA
3 Min. Lesezeit |

Niederlage, Applaus, offene Zukunft: Novak Djokovic verlässt Wimbledon mit gemischten Gefühlen – aber ohne Abschiedsworte.

Der Serbe verabschiedete sich mit Applaus. Djokovic klatschte in die Hände, würdigte die Zuschauer am Centre Court in der Church Road – und verschwand dann in den Tiefen der Anlage. Was wie ein endgültiger Abgang wirkte, soll nach seinem eigenen Willen keiner sein. Auf die Frage, ob er Wimbledon noch einmal sehen werde, ließ der Rekordgewinner der Grand Slams (24 Titel) keinen Zweifel an seiner Absicht: „Das würde ich gerne, zumindest noch ein Mal. Mal sehen.“ Doch das glatte 4:6, 4:6, 4:6 im Halbfinale gegen Jannik Sinner hatte Spuren hinterlassen – das war nicht zu übersehen.

Sinners Dominanz

Der Weltranglistenerste aus Südtirol dominierte die Partie nach Belieben, insbesondere wenn er selbst aufschlug. Kein einziges Break ließ er zu. Nach 2:20 Stunden verwandelte Sinner seinen ersten Matchball – souverän, ohne Zittern. Djokovic, einst als bester Returnspieler der Welt gehandelt, sieht sich in dieser Rolle nicht mehr. „Ich war es, das ist die Realität.“

Mit einem müden Lächeln ordnete der 38-Jährige ein, was er erlebt hatte. Eine ordentliche Pleite sei das gewesen. „Natürlich bin ich enttäuscht. Natürlich wollte ich Wimbledon gewinnen. Das ist der Grund, warum ich mich immer noch so sehr ins Zeug lege. Aber ich habe einfach gegen einen besseren Spieler verloren. Das muss ich akzeptieren. Das ist natürlich hart.“ Sich selbst machte er dabei keinen Vorwurf: „Ich glaube nicht, dass ich allzu viel falsch gemacht habe. Ich war einfach ein oder zwei Klassen schlechter als er.“

Innerer Kampf

Nachdenklich war Djokovic ohnehin. Sein Abschneiden in Wimbledon sei „gut, aber nicht gut genug, denn ich bin gesegnet und zugleich verflucht, an das Höchstmaß an Ergebnissen und Erfolgen gewöhnt zu sein“. Er beschrieb einen „inneren Kampf“ – zwischen der Genugtuung, mit der jüngeren Generation noch mithalten zu können, und dem eigenen Anspruch, der keine halben Sachen duldet. Den „Nervenkitzel des Wettkampfes“ genieße er dennoch nach wie vor.

Wenigstens eine Botschaft klang ungetrübt positiv: sein körperlicher Zustand. „Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte, eines der Highlights“, sagte Djokovic. „Bei so gut wie jedem großen Turnier gab es in den letzten zwei Jahren eine Verletzung. Das ist also eine gute Sache.“

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KO KOSMO-Redaktion
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