Über 1.160 Tote, Hunderte Vermisste und verwüstete Landstriche – die Unwetterkatastrophe in Südasien hinterlässt eine Schneise der Zerstörung in vier Ländern.
Die Zahl der Todesopfer nach den verheerenden Unwettern in Südasien ist auf über 1.160 gestiegen. Die Naturkatastrophe hat mit sintflutartigen Regenfällen, massiven Überschwemmungen und zerstörerischen Erdrutschen besonders Indonesien und Sri Lanka schwer getroffen. Auch Thailand und Malaysia melden zahlreiche Opfer.
In Indonesien verzeichneten die Behörden allein am Montag fast 600 neue Todesfälle. Auf Sumatra wurden mindestens 593 Tote registriert, während 468 Menschen noch vermisst werden. Militäreinheiten wurden in die Katastrophengebiete entsandt, um Überlebende zu versorgen.
Bei seinem Besuch in Nordsumatra äußerte Präsident Prabowo Subianto vorsichtigen Optimismus: “Das Schlimmste ist hoffentlich überstanden”. Die Regierung fokussiert sich nun auf schnelle Hilfsleistungen, besonders für isolierte Gebiete. Drei Kriegsschiffe und zwei Hospitalschiffe wurden in die am stärksten betroffenen Regionen geschickt, wo viele Verkehrswege weiterhin unpassierbar sind.
Lage in Sri Lanka
Sri Lanka beklagt nach dem Zyklon “Ditwah” mindestens 390 Todesopfer, weitere 352 Personen wurden am Montag noch vermisst. Präsident Anura Kumara Dissanayake bezeichnete die Situation bereits am Samstag als “die schlimmste in unserer Geschichte” und versprach den Wiederaufbau der verwüsteten Gebiete.
In Colombo standen nördliche Stadtteile unter Wasser, nachdem der Fluss Kelani über die Ufer getreten war. Das Hochwasser erreichte in der Nacht seinen Höchststand. Da der Regen inzwischen nachgelassen hat, keimte Hoffnung auf sinkende Wasserstände auf – erste Geschäfte und Büros nahmen bereits wieder ihren Betrieb auf.
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Weitere Betroffene
In Thailand forderten die durch Starkregen ausgelösten Überschwemmungen laut aktuellen Behördenangaben mindestens 176 Menschenleben. Experten sprechen von einer der schwersten Flutkatastrophen des Landes seit einem Jahrzehnt.
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Aus Malaysia wurden zwei Todesopfer gemeldet. Sowohl der Norden Malaysias als auch Südthailand leiden unter den Folgen anhaltender Regenfälle.
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