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Wachstumsgrenze

Kroatien am Limit: Tourismus stößt an seine Grenzen

Kroatien am Limit: Tourismus stößt an seine Grenzen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Kroatien zählt zu Europas Top-Reisezielen – doch das Wachstum stößt an seine Grenzen. Die Halbjahresbilanz liefert überraschende Details.

Premierminister Plenkovic hat sich zur Entwicklung des kroatischen Tourismus geäußert und dabei auf eine strukturelle Wachstumsgrenze hingewiesen. „Wir liegen derzeit europaweit an vierter Stelle, was die Anzahl der Übernachtungen angeht, und verzeichnen zudem einen Anstieg im Flug-, Straßen- und Schiffsverkehr. Wie wir in den letzten Jahren bereits in zahlreichen Sitzungen des Tourismuswirtschaftsrats betont haben, nähern wir uns ohnehin den immer wiederkehrenden Grenzen von 21 bis 22 Millionen Gästen und rund 110 Millionen Übernachtungen“, sagte Plenkovic.

Mit Blick auf die sicherheitspolitische Lage im Mittelmeerraum betonte er zugleich die Notwendigkeit, „alle Aspekte der Preispolitik, von der Unterkunft bis zu den Dienstleistungen, zu berücksichtigen“ – also jene Leistungen, die auf wettbewerbsorientierten Tourismusmärkten angeboten werden.

Halbjahresbilanz 2025

Tourismusminister Tonci Glavina legte am Mittwoch die Halbjahresbilanz vor: Im Zeitraum Jänner bis Juni reisten 7,6 Millionen Touristen nach Kroatien und buchten insgesamt 29,5 Millionen Übernachtungen – ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Bei der Verteilung nach Unterkunftsarten entfiel mit 47 Prozent der größte Anteil auf Hotels, gefolgt von privaten Unterkünften mit rund 27 Prozent und Campingplätzen mit 15 Prozent.

Juni-Rückgang

Für den Monat Juni allein fielen die Zahlen etwas verhaltener aus: Die Besucherzahl sank um sieben Prozent auf 3,1 Millionen, die Zahl der Übernachtungen ging um sechs Prozent auf 15,4 Millionen zurück. Sowohl Glavina als auch Kristijan Stanicic, Vorsitzender des Kroatischen Tourismusverbandes, zeigten sich angesichts dieser Entwicklung wenig beunruhigt. Beide werteten den Rückgang als erwartbare Folge der Lage auf den internationalen Märkten und verwiesen auf den überdurchschnittlich starken Mai als ausgleichenden Faktor.

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KO KOSMO-Redaktion
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