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Kroatiens Beitritt zur Schengen-Zone bereits 2019?

Schengenzone Kroatien
(FOTO: iStockphoto)

Das Europäische Parlament unterstützt Kroatiens Bestrebungen, der Schengen-Zone beizutreten. Dieser soll, laut Erwartungen der kroatischen EU-Abgeordneten bereits in zwei Jahren erfolgen.

Bei einer Sitzung äußerten sich einige der Abgeordneten des EU-Parlaments, dass es „bezüglich des Schengener Abkommens keine Staaten erster und zweiter Klasse geben solle“. Damit zielten sie auf Kroatien, Bulgarien und Rumänien ab, welche nicht aus dem Abkommen ausgeschlossen sein sollten.

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Die kroatischen Zentralbank Hrvatska narodna banka (HNB) hat ein Strategiepapier für eine Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro (EUR) erarbeitet. Laut Medienberichten sollte der Euro 2022 in Kroatien eingeführt werden.

„Dies ist das erste Mal, dass bei einer Sitzung dieser Institution, des EU-Parlaments, ein Tema diskutiert wurde, welches von großem nationalen Interesse ist. Die Geschehnisse im Jahr 2015 haben gezeigt, wie wichtig echte Schengen-Grenzen sind“, so der kroatische EU-Abgeordnete Tonino Picula.

Kritik am Schengener Abkommen
Allerdings sprachen sich nicht alle Abgeordnete für eine Erweiterung der Schengen-Zone aus. Das System benötige eine Reform und keine neuen Mitglieder, da es den Herausforderungen der Migrationswellen und terroristischen Bedrohungen nicht standhalten würde.

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Diesem Argument entgegnete Picula mit der Tatsache, dass Kroatien dank des neuen Schengener Informationssystems in nur vier Monaten mehr als 75 Millionen Kontrollen durchgeführt und so mehr als 4.000 zuwiderhandelte Personen überführt habe.

Noch nicht alle Kriterien erfüllt
Einem Beitritt zur Schengen-Zone muss der Europäische Rat einstimmig zustimmen. Im Falle Kroatien gebe es laut dieser Institution in diesem Bereich jedoch noch Nachholbedarf. Picula erklärte, dass Kroatien bereits bis Ende nächsten Jahres alle Kriterien für einen Schengen-Beitritt erfüllen wird, da das Land bereits jetzt 68 der 98 EU-Vorschriften nachkomme.

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