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Kunden entsetzt: Beliebtes Schuhgeschäft ist pleite!

Kunden entsetzt: Beliebtes Schuhgeschäft ist pleite!
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2 Min. Lesezeit |

Traditionsreicher Schuhhändler aus Baden-Württemberg kämpft um seine Zukunft. Mit einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung will das Familienunternehmen den Turnaround schaffen.

Der baden-württembergische Schuhhändler Schuh Graf hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Unternehmen wählte dabei den Weg eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und zukunftsorientiert neu auszurichten. Das Amtsgericht Stuttgart hat diesem Antrag bereits zugestimmt und die vorläufige Eigenverwaltung genehmigt. Bei der Umsetzung des Verfahrens wird die Geschäftsführung von Sanierungsexperte Steffen Beck aus der Kanzlei Pluta unterstützt. Für Kunden ändert sich vorerst nichts – der Verkauf in den Filialen läuft uneingeschränkt weiter.

Das Familienunternehmen Schuh Graf GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Fellbach bei Stuttgart wird in dritter Generation geführt und betreibt insgesamt 27 Filialen in Baden-Württemberg. Die Geschäfte laufen unter den Markenbezeichnungen Schuh-Mann und Quick Schuh. Rund 160 Mitarbeiter sind bei dem mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Deren Gehälter sind nach Firmenangaben durch das Insolvenzgeld für einen Zeitraum von drei Monaten abgesichert.

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Ursachen der Krise

Die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens führt die Geschäftsleitung auf mehrere Faktoren zurück, die derzeit den gesamten stationären Handel belasten: Konsumzurückhaltung, anhaltender Inflationsdruck und die zunehmende Konkurrenz durch Online-Händler. Zusätzlich belasten hohe Betriebskosten das Unternehmen. Sanierungsexperte Beck bestätigte, dass Schuh Graf die aktuelle Marktschwäche deutlich zu spüren bekomme.

Gemeinsam arbeite man nun an einem umfassenden Sanierungskonzept für eine nachhaltige Unternehmensstabilisierung. Ein interdisziplinäres Team aus Juristen, Betriebswirten und Sanierungsspezialisten unterstützt diesen Prozess.

Sanierungskonzept

Im Zentrum der Bemühungen steht die Entwicklung eines tragfähigen Fortführungskonzepts. Dafür werden sämtliche wirtschaftlichen Parameter auf den Prüfstand gestellt – von der grundlegenden Kostenstruktur über die Rentabilität einzelner Standorte bis hin zu Verhandlungen über neue Konditionen mit Lieferanten. Die Unternehmensführung nutzt bewusst das Instrument der Eigenverwaltung, um die Neuausrichtung selbständig zu gestalten.

Geschäftsführer Götz M. Graf äußerte sich nach ersten Gesprächen mit Geschäftspartnern optimistisch und bezeichnete diese als „sehr konstruktiv“. Er sieht gute Chancen für einen erfolgreichen Neuanfang.

Die Krise bei Schuh Graf reiht sich ein in eine Serie von Insolvenzen in der Schuhbranche.

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In den vergangenen Monaten mussten bereits mehrere Ketten Insolvenz anmelden, nun folgt ein weiteres Unternehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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