Schrauben, schweißen, programmieren: Im Westfield Donau Zentrum ist am Dienstag das Berufsorientierungsevent „Techniker*innen von Morgen“ gestartet. Die von den Wiener Landesinnungen für Mechatronik, Metalltechnik und Fahrzeugtechnik organisierte Initiative findet bereits zum vierten Mal statt und soll Jugendliche praxisnah für technische Lehrberufe begeistern.
Beim Event „Techniker*innen von Morgen“ erhalten über 1.000 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren praktische Einblicke in zukunftsträchtige Berufsfelder. Die Wiener Landesinnungen für Mechatronik, Metalltechnik und Fahrzeugtechnik haben zahlreiche Mitmach-Stationen aufgebaut, an denen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Lehrlingen und Fachkräften renommierter Unternehmen wie der ÖBB oder MA48 selbst aktiv werden können. Das Angebot reicht vom Wickeln eines Elektromotors über das Ausdrücken von Karosseriedellen bis hin zum Testen eines Exoskeletts.
Peter Merten, Wiener Landesinnungsmeister für Mechatronik, unterstreicht das Ziel der Veranstaltung: „Wir wollen jungen Menschen greifbare Eindrücke aus unserer Arbeitswelt mitgeben und zeigen: Technik ist vielseitig, zukunftsweisend und voller Chancen.“
Zukunft durch Lehre
Die Veranstalter betonen den Wert einer technischen Ausbildung für den beruflichen Werdegang. „Lehre ist kein Plan B, sondern ein klarer Weg mit Zukunftsperspektive“, betont Emin Yilmaz, der Wiener Landesinnungsmeister der Fahrzeugtechnik.
Ein besonderes Augenmerk der Initiative liegt auf der Förderung junger Frauen in technischen Berufsfeldern. Die scheidende Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál (SPÖ) hebt hervor: „Wien ist die Stadt der Mädchen und Frauen. Dazu gehört es, überholte Rollenbilder zu überwinden, Chancen aufzuzeigen und neue Wege zu ermöglichen.“
Gegen Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel in technischen Branchen verleiht der Veranstaltung zusätzliche Relevanz.
„Mehr Fachkräfte sind der Schlüssel zur technologischen Zukunft“, fasst Sonja Reumüller von der Mechatronik-Innung die Bedeutung der Nachwuchsförderung zusammen.