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MA35 ignoriert Serbin aus Wien – Tochter ist illegal in Österreich

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Symbolbild (FOTOS: iStockphoto, GoogleMaps)

Seit zwei Jahren wartet eine Wienerin auf den Aufenthaltstitel für ihre Tochter. Allerdings soll sie den Visums-Antrag viel zu spät beantragt haben.

Die alleinerziehende Mutter kämpft seit drei Jahren mit der MA35. Die Frau ist eine gebürtige Serbin und lebt über 16 Jahren in Österreich. Zwar hat sie keine österreichische Staatsbürgerschaft, aber dafür einen Daueraufenthaltstitel. Ihre dreijährige Tochter hat aber weder die österreichische Staatsbürgerschaft noch einen Daueraufenthaltstitel. Sie bekam ein befristetes Visum, welches ein Jahr gilt.

Vor zwei Jahren als der erste Lockdown angefangen hat, verpasste sie den Antrag rechtzeitig zu stellen. Laut eigenen Angaben rief sie bei der MA35 an, um sich zu entschuldigen. “Sie meinten, dass es kein Problem sei, weil eine Ausnahmesituation herrsche”, erzählt die junge Frau gegenüber “Heute”.

Zwei Jahre Wartezeit:
Seit zwei Jahren wartet sie nun auf die Aufenthaltserlaubnis ihrer Tochter. Sie ruft ständig beim Magistrat an. “Meine Referentin ignoriert mich allerdings”, so die verärgerte Mutter. Die Aufenthaltserlaubnis der Dreijährigen ist bereits abgelaufen und deswegen bekommt sie auch keine Kinderbeihilfe mehr.

Nun nahm eine MA35-Pressespecherin Stellungnahme: “Aufgrund der verspäteten Antragstellung sehen die Bundesgesetze vor, dass der Antrag als Erstantrag gewertet werden muss. Dieser muss wiederum grundsätzlich im Ausland gestellt werden, was in diesem Fall nicht erfolgt ist”.

Daraufhin antwortete die 24-jährige Mutter: “Ich habe gar keinen Bezug mehr zu Serbien, ich wüsste nicht einmal, bei wem ich da bleiben sollte. Mein ganzes Leben spielt sich hier in Wien ab”. Laut MA35 soll das dreijährige Kind bald einen positiven Bescheid bekommen. Aus dem Grund appelliert MA35 alle Termine und Fristen immer einzuhalten.

Quelle: Heute-Artikel

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