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Venezuela-Angriff

Maduro in Ketten: Trump veröffentlicht Video des gefesselten Staatschefs

Maduro in Ketten: Trump veröffentlicht Video des gefesselten Staatschefs
FOTO: EPA/NICOLE COMBEAU /Screenshot
3 Min. Lesezeit |

Nach der spektakulären Militäraktion der Vereinigten Staaten gegen Venezuela hat das Weiße Haus Aufnahmen des in Gewahrsam genommenen Präsidenten Nicolás Maduro veröffentlicht. In dem über den offiziellen X-Account des Weißen Hauses verbreiteten Videomaterial ist zu sehen, wie der venezolanische Staatschef in Handschellen und flankiert von Beamten der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA durch einen Korridor geführt wird. Beim Passieren der Kamera äußert Maduro die Worte „Gute Nacht, frohes neues Jahr“.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bereits ein Foto des festgenommenen Maduro auf seiner Plattform Truth Social geteilt. Die Aufnahme zeigt den 61-jährigen Venezolaner in einem Trainingsanzug, mit Fesseln, verbundenen Augen und Kopfhörern an Bord des US-Kriegsschiffs USS Iwo Jima, wie Trump in seinem Begleittext vermerkte.

Die Festnahme von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores erfolgte am Samstag im Rahmen einer gezielten Operation amerikanischer Spezialeinheiten. Nach ihrer Überführung in die USA werden beiden unter anderem Anklagepunkte wie „Verschwörung zum Drogenterrorismus“ und „Verschwörung zum Kokainimport“ zur Last gelegt. Maduro befindet sich mittlerweile in einer New Yorker Haftanstalt, nachdem er per Hubschrauber dorthin transportiert wurde.

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Amerikanischen Medienberichten zufolge steht ein baldiger Gerichtstermin für den venezolanischen Präsidenten bevor. Bis dahin soll er im Metropolitan Detention Center in Wien-Brooklyn in Untersuchungshaft verbleiben – einer Einrichtung der US-Bundesbehörden.

US-Kontrolle angekündigt

Die politische Zukunft Venezuelas bleibt ungewiss. Trump verkündete während einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago, dass die Vereinigten Staaten vorübergehend die Kontrolle über Venezuela übernehmen werden: „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordentlichen und vernünftigen Übergang gewährleisten können.“ In Caracas hat der Oberste Gerichtshof Venezuelas inzwischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur Interimspräsidentin ernannt.

Die 56-jährige Juristin Rodríguez hat bereits entschiedenen Widerstand gegen das amerikanische Vorgehen angekündigt und erklärt: „Wir werden nie wieder Sklaven sein.“ Sie gilt als eine der engsten Vertrauten im Machtgefüge Maduros. Als ehemalige Außenministerin prägte sie den konfrontativen Kurs gegenüber Washington, den sie später als Vizepräsidentin fortsetzte.

Rodríguez‘ Widerstand

Ihre politischen Wurzeln reichen tief – ihr Vater war linker Parteifunktionär, ihr Bruder Jorge Rodríguez bekleidete mehrere hochrangige Positionen unter Maduro. Nach der US-Militäroperation forderte sie die unverzügliche Freilassung von Maduro und dessen Frau. Umgeben von Kabinettsmitgliedern und Militärs betonte sie während einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrates: „Es gibt nur einen Präsidenten in diesem Land und er heißt Nicolás Maduro Moros.“

Für zusätzliche politische Verwerfungen sorgte Trump mit seiner überraschenden Absage an eine Zusammenarbeit mit der prominenten Oppositionsführerin Maria Corina Machado. Die Friedensnobelpreisträgerin von 2025 verfüge „weder über die Unterstützung noch den Respekt innerhalb des Landes“, erklärte Trump.

Diese Äußerung löste umgehend heftige Reaktionen unter Machados Anhängern aus, die in ihr bislang die aussichtsreichste politische Gegenspielerin Maduros sahen.

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KO KOSMO-Redaktion
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