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Massentests: Diese Regeln sollen sich in den Volksschulen ändern

Symbolbild (FOTO: iStockphoto)

Seit der Corona-Pandemie ändern sich die Regeln in den Schulen ständig. Bald sollen Massentests für Schüler kommen. Weiteres wird das Kopftuchverbot in den Schulen aufgehoben und wie es zum Schulerfolg kommt. All das hat sich der Wiener Schuldirektor Glattauer genauer angeschaut und hat die Antworten parat.  

Wann kommen Massentests für Schüler?
Laut Glattauer wurde eine Maskenpflicht in den Schulen eingeführt, weil der Regierung keine bessere Idee eingefallen ist. Weiteres fiel ihnen nicht ein, dass sich alle Schüler präventiv Durchtesten lassen sollen. Der Leiter des Zentrums für Mikrobiologie, Michael Wagner, sagte seine Meinung zu Puls24 folgendermaßen aus: “Man muss sich von dem Irrtum befreien, dass Kinder, auch die unter 10, weniger ansteckend sind als Erwachsene. Schulen sind nicht sicherer als andere Orte der Gesellschaft.” Wann die Massentests tatsächlich kommen werden ist noch unklar.

Kopftuchverbot in Volksschulen wird aufgehoben:
Das Kopftuchverbot greife eine Religion heraus – in diesem Fall den Islam und das sei diskriminierend. Muslimischen Schülerinnen könnte dadurch sogar der Bildungszugang erschwert werden. „Das letzte ‘Kopftuchmädchen’, das ich unterrichtet habe, hieß Asma, war 12 und die mutigste, selbstbewussteste und lustigste Schülerin der Klasse. Anders als die Mehrheit der Österreicher halte ich ein schulisches Kopftuchverbot für a) unnötig, b) ungerecht und c) kontraproduktiv.”, sagte der Schuldirektor Glattauer zu Heute. Inzwischen hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) entschieden, dass das Kopftuchverbot für Mädchen in der Volksschule rechtswidrig ist und muss somit aufgehoben werden. Es ist laut dem Urteil “selektiv, diskriminierend, verfehlt sein Ziel und erweist sich als unsachlich”. Glattauer ist empört, dass VfGH so ein Verbot überhaupt eingeführt hat. „Wenn man mich fragt, kann man dasselbe für die offiziell Deutschförderklassen genannten Zuwandererkinderausgrenzungsklassen sagen. Intern heißen sie längst `Ali-Klassen´. Sie diskriminieren und verfehlen ihr Ziel. Weg damit!“

Wenn man „gebildete“ Eltern hat, gibt es guten Schulerfolg:
Was momentan für große Aufregung sorgt, sind die Schulnachrichten. Laut der neuesten TIMSS-Studie, die das Wissen von 10-jährigen Kindern aus rund 60 Ländern misst und vergleicht, zeigt, dass österreichische Schüler von Eltern, die nur Pflichtschulabschluss haben, in Mathematik um zwei Lehrjahre hinter jenen aus Akademikerfamilien zurückliegen und im Sachunterricht sogar um vier Lernjahre.

Das heißt, wenn Kinder nach der Volksschule in ein Gymnasium oder in eine Mittelschule gehen, haben sie mit Schulfächern wie Biologie, Geografie oder Physik ein Bildungsniveau von Kindergartenkindern.

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