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Infrastrukturprojekt

Mega-Baustelle in Bosnien: Hier wird die Autobahn über Kilometer ausgebaut

Mega-Baustelle in Bosnien: Hier wird die Autobahn über Kilometer ausgebaut
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein Mammutprojekt nimmt Gestalt an: Auf 22 Kilometern entsteht der strategisch wichtige Autobahnabschnitt zwischen Medakovo und Ozimica in Bosnien und Herzegowina.

Die Arbeiten am Korridor Vc (wichtige europäische Verkehrsverbindung) schreiten planmäßig voran – 22 Kilometer strategisch wichtige Autobahn entstehen zwischen Medakovo und Ozimica in Bosnien und Herzegowina. Bis Ende des dritten Quartals 2026 soll dieser bedeutende Abschnitt durch die Föderation für den Verkehr freigegeben werden. Parallel dazu laufen Abstimmungen mit den betroffenen Gemeinden Tesanj, Maglaj und Zepce, die bereits Vorschläge für Kooperationsabkommen eingereicht haben.

📍 Ort des Geschehens

Das öffentliche Unternehmen JP Autoceste FBiH dokumentiert den Baufortschritt kontinuierlich mit Luftaufnahmen – erst Mitte August 2025 wurden aktuelle Aufnahmen veröffentlicht, die den planmäßigen Fortschritt an allen wichtigen Bauphasen dieses Großprojekts zeigen.

Projektleiter Alem Kovacevic betont die Dimension des Vorhabens: „Dies ist das größte Projekt, das JP Autoceste Federacije bisher umgesetzt hat.“ Auf der gesamten 22 Kilometer langen Strecke wird derzeit an allen Bauwerken gearbeitet. Von den acht großen Brücken sind bereits vier fertiggestellt, die übrigen vier sollen im Frühjahr kommenden Jahres folgen. Beim 2,2 Kilometer langen Tunnel Crni vrh fehlen nur noch knapp 500 Meter bis zum Durchbruch. Die Flussregulierungsarbeiten auf einer Gesamtlänge von 15 Kilometern sind zu 60 Prozent abgeschlossen.

Besonders umfangreich gestaltet sich die Verlegung der Versorgungsleitungen – fast 100 Kilometer Elektro-, Telekommunikations-, Wasser- und Abwasserleitungen müssen neu installiert werden.

Geologische Herausforderungen

Die besonderen geologischen Herausforderungen des Projekts erläutert Adis Skejic, leitender Aufsichtsingenieur für Geotechnik. Zehn hohe Einschnitte mit Höhen zwischen 20 und 50 Metern müssen bewältigt werden. „Die ingenieurgeologischen Bedingungen ändern sich lokal auf kurzer Distanz, weshalb wir die Projektlösungen kontinuierlich an die Gegebenheiten vor Ort anpassen müssen“, erklärt Skejic. Drei Einschnitte sind bereits vollständig fertiggestellt, an den verbleibenen sieben wird noch gearbeitet.

Alle befinden sich in fortgeschrittenem Stadium und sollen spätestens bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.

Baufortschritt

Samir Hadzic, leitender Aufsichtsingenieur für die Strecke, liefert konkrete Zahlen zum Baufortschritt: Etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Humus wurden bereits aus dem breiten Aushub entfernt – das entspricht rund 73 Prozent der geplanten Menge. Bei den Aufschüttungen wurden bereits 2,5 Millionen Kubikmeter oder 63 Prozent der vertraglich vereinbarten Menge eingebaut. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf Stahlbetonaufschüttungen, den Bau von Stützwänden sowie den breiten Aushub und die Herstellung weiterer Aufschüttungen.

Auch der Fahrbahnbau schreitet voran – etwa zwei Kilometer des Abschnitts sind bereits mit einer oder zwei Asphaltschichten versehen, wie die aktuellen Luftaufnahmen von JP Autoceste FBiH belegen.

Strategische Bedeutung für die Region

Der Korridor Vc stellt eine der wichtigsten europäischen Verkehrsverbindungen dar und wird nach seiner vollständigen Fertigstellung eine direkte Autobahnverbindung von Budapest über Sarajevo bis zur kroatischen Küste schaffen. Sowohl Verkehrsteilnehmer als auch Fachleute sind sich einig: Die einzige nachhaltige Lösung zur Entlastung des Verkehrs auf der stark frequentierten Strecke Mostar-Sarajevo ist die vollständige Fertigstellung der Autobahn.

Das volle wirtschaftliche Potenzial des Korridors wird sich jedoch erst entfalten, wenn auch alle anderen Teilabschnitte in der Region fertiggestellt sind und eine durchgehende Autobahnverbindung geschaffen ist.

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KO KOSMO-Redaktion
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