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Großprojekt

Mega-Projekt in Wien-Landstraße: Wer zahlt für die 20.000er-Arena?

Mega-Projekt in Wien-Landstraße: Wer zahlt für die 20.000er-Arena?
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Bis zu 20.000 Zuschauer, 400 Millionen Euro Investition und ein umstrittener Standort: Wien plant seine neue Mega-Arena als Ersatz für die in die Jahre gekommene Stadthalle.

In Wien-Landstraße entsteht bis 2030 eine neue multifunktionale Veranstaltungshalle im Entwicklungsgebiet Neu Marx. Das Projekt soll Wien wieder einen modernen Veranstaltungsort für internationale Konzerte, Sportveranstaltungen, Shows und Großevents bieten. Die aktuelle Wiener Stadthalle aus dem Jahr 1956 erfüllt nach Einschätzung von Stadt und Veranstaltern in vielen Bereichen nicht mehr die Anforderungen zeitgemäßer Großproduktionen.

Das Investitionsvolumen für das Vorhaben beläuft sich auf bis zu 400 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt durch eine Partnerschaft zwischen der Stadt Wien, der Wien Holding und dem internationalen Eventveranstalter CTS Eventim, der auch für Planung, Errichtung und den späteren Betrieb der Arena verantwortlich zeichnen soll. Die Grundstücksfläche verbleibt im Eigentum der Stadt, die sich über langfristige Finanzierungsmodelle an der Realisierung beteiligt.

Der Wiener Gemeinderat hat bereits entsprechende Beschlüsse zur Projektvorbereitungsphase sowie zu begleitenden infrastrukturellen Maßnahmen gefasst.

Europäische Großarena

Mit einer Kapazität für bis zu 20.000 Personen wird die Arena zu den größten Veranstaltungshallen Europas zählen. Vorgesehen sind jährlich etwa 150 Events mit einem erwarteten Besucheraufkommen von bis zu 1,2 Millionen Menschen. Dadurch soll Wien seine Wettbewerbsfähigkeit für internationale Tourneen und Großveranstaltungen zurückgewinnen, die derzeit häufig andere europäische Metropolen bevorzugen.

Als Standort wurde das Entwicklungsgebiet Neu Marx ausgewählt, ein ehemaliges Industriegelände, das sich zunehmend zu einem zeitgemäßen Areal mit Kultur-, Medien-, Forschungs- und Wohnnutzung wandelt. Der Standort bietet günstige Voraussetzungen hinsichtlich Verkehrsanbindung und städtebaulicher Integration, steht jedoch auch im Zentrum politischer und öffentlicher Auseinandersetzungen.

Projektherausforderungen

Der Baubeginn ist für die zweite Hälfte der 2020er-Jahre angesetzt. In der Vergangenheit kam es bereits zu Verzögerungen, unter anderem durch rechtliche Einsprüche gegen frühere Vergabeverfahren sowie durch Anpassungen der Kostenkalkulation.

Kritische Stimmen hinterfragen besonders die Höhe der öffentlichen Mittel und die Priorisierung des Projekts angesichts anderer städtischer Investitionserfordernisse.

Ungeachtet dieser Kontroversen betrachtet die Stadt Wien die neue Arena als wesentliches Zukunftsprojekt zur langfristigen Sicherung ihrer Position als internationale Kultur- und Veranstaltungsmetropole.

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KO KOSMO-Redaktion
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