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Kriegsbilanz

Nie dagewesen seit 1945″: Russlands erschütternde Kriegsbilanz

Nie dagewesen seit 1945″: Russlands erschütternde Kriegsbilanz
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Die Bilanz des Ukraine-Krieges nimmt historische Dimensionen an: Neue US-Berechnungen enthüllen schockierende Verlustzahlen auf beiden Seiten des Konflikts.

Fast vier Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine zeigen neue US-Berechnungen ein erschütterndes Ausmaß an Verlusten: Laut einer Studie des Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington sollen auf russischer Seite etwa 1,2 Millionen Soldaten getötet oder verwundet worden sein – darunter rund 325.000 Gefallene. Diese Dimension übersteigt selbst historische Vergleichswerte deutlich. Für die ukrainische Seite beziffern die Experten die Gesamtverluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten, wobei zwischen 100.000 und 140.000 ihr Leben verloren haben sollen.

Die amerikanischen Berechnungen korrespondieren weitgehend mit den Einschätzungen des ukrainischen Generalstabs, der ebenfalls von etwa 1,23 Millionen russischen Verlusten ausgeht. Kiew stützt seine Zahlen unter anderem auf abgefangene russische Kommunikation, wobei eine vollständig unabhängige Verifizierung nicht möglich ist.

Alternative Erfassungsmethoden

Alternative Erfassungsmethoden wie die des russischen Portals „Mediazona“, das Beerdigungen, Nachrufe und Social-Media-Einträge auswertet, dokumentierten Mitte Februar 163.600 nachweislich gefallene russische Soldaten. Die ukrainische Plattform ualosses.org verzeichnet 87.000 getötete ukrainische Soldaten, 86.000 Vermisste und 4400 Kriegsgefangene in Russland. Beide Initiativen weisen darauf hin, dass ihre Erhebungen unvollständig bleiben, da zahlreiche Todesfälle nicht öffentlich bekannt werden.

Das CSIS beruft sich bei seinen Berechnungen auf Informationen von Militärs, Nachrichtendiensten und Regierungsstellen mehrerer Länder. Sollten die Kampfhandlungen auf dem aktuellen Niveau verharren, könnten die Gesamtverluste beider Konfliktparteien bereits im April die Schwelle von zwei Millionen Soldaten überschreiten, prognostiziert der Bericht.

Historische Dimension

Mit Blick auf Moskau konstatieren die Autoren: „In keinem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg hat eine Großmacht so hohe Verlust- und Todeszahlen erlitten.“ Der Kreml weist diese Darstellung entschieden zurück. Regierungssprecher Dmitri Peskov erklärte laut der staatlichen Agentur Tass, derartige Zahlen seien nicht glaubwürdig.

Verlustangaben zu russischen Streitkräften dürften ausschließlich vom Verteidigungsministerium veröffentlicht werden.

⇢ Kreml-Diplomat rausgeworfen – Moskau spricht von „dummer Provokation“

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KO KOSMO-Redaktion
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