Milica Marić: „Meine Zeichnungen entstehen spontan“ (GALERIE )

INTERVIEW

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Milica Marić: „Meine Zeichnungen entstehen spontan“ (GALERIE )

Milica Maric
FOTO: Milica Maric

Milica Marić (26) ist nicht nur Studentin im Masterstudium der Pädagogik, sondern auch eine vielseitige Künstlerin. Die geborene Smederevoerin besitzt unwahrscheinliches Talent im Zeichnen und ihre Arbeiten wecken in anderen Inspiration, entführen sie in die Welt der Träume und versetzen die Grenzen der Phantasie.

KOSMO: Wann hast du begonnen zu zeichnen und wer sind deine Vorbilder?
Milica Marić: Mit dem Zeichnen habe ich schon als Kind begonnen. Alle meine Phantasien und Experimente beinhalteten Farben und Papier. Während der Mittelschule habe ich viel Zeit im Atelier „AZ“ in Smederevo verbracht und daher kommt auch meine Kenntnis der Techniken, Linien, Farben und die Freiheit, mich im Zeichnen auszudrücken. Meine größten Vorbilder sind Van Gogh, Claude Monet, Paul Klee und Egon Schiele sowie auch viele „junge“ Künstler, die ich in den sozialen Netzwerken kennenlerne.

Was zeichnest du am häufigsten?
Am häufigsten zeichne ich Menschen in verschiedenen Situationen, die aus irgendeinem Grund meine Aufmerksamkeit erregen. Oft sind das Illustrationen, die mich zum Lachen bringen oder eine gewisse Dosis Ironie in sich tragen. Ich mag kochen, daher zeichne ich oft das Essen, das ich zubereite. Nachdem ich längere Zeit lang mit Kindern gearbeitet habe, habe ich mich dem Illustrieren bestehender Kinderlieder und –geschichten zugewandt und ich illustriere auch Geschichten, die spontan im gemeinsamen Spiel entstehen.

GALERIE (6 FOTOS)

In welchen Momenten zeichnest du am liebsten, d.h. zeichnest du, wenn dich etwas besonders inspiriert oder ist das eine Art tägliches Hobby?
Meine Zeichnungen entstehen spontan, wenn ich eine Idee habe, die interessant genug ist, um sie zu zeichnen. Aus diesem Grunde bemühe ich mich, ständig auf Achse und im Kontakt mit Menschen zu sein. Oft habe ich keine sehr klare Vorstellung, was am Ende dabei herauskommt, und das hat mich früher wirklich genervt. Jetzt ist es genau das, weswegen ich so gerne zeichne. Ich mag ausprobieren und am Ende überrascht werden. Auf der anderen Seite benutze ich das Zeichnen fast täglich. Ich zeichne kleine Skizzen, um mir wichtige Dinge an der Fakultät und in der Arbeit zu merken.

Planst du, aus deinem Hobby eine berufliche Karriere zu machen?
Zeichnen ist für mich ein Hobby, aber mit der Zeit hat sich der große Wunsch herauskristallisiert, das ernsthafter zu betreiben. Am liebsten würde ich das Zeichnen mit der Pädagogik verbinden, indem ich zum Beispiel Kinderbücher illustriere. Ich habe meine Arbeiten noch nie in Galerien ausgestellt, aber mir bedeuten die Arbeiten am meisten, die ich meinen Freunden geschenkt habe und die bei ihnen an den Wänden hängen. Sie bilden eine Art Galerie, die ihre Exponate auf verschiedene Orte verstreut hat.

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