Während Tausende Österreicher an die kroatische Adria strömen, aktualisiert das Außenministerium seine Reisewarnungen: Waldbrandgefahr und ein Mega-Konzert sorgen für Sicherheitsbedenken.
Die Urlaubssaison ist in vollem Gang, und wie jedes Jahr zieht die kroatische Adriaküste mit ihren traumhaften Stränden und kristallklarem Wasser zahlreiche Erholungssuchende aus Österreich an. Die beliebte Destination, nur wenige Fahrstunden entfernt, steht jedoch aktuell im Fokus von Sicherheitshinweisen: Das österreichische Außenministerium hat seine Reisewarnungen für Kroatien kürzlich zweifach aktualisiert.
Obwohl Kroatien grundsätzlich als sicheres Reiseziel eingestuft wird, weist das BMEIA (Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten) auf eine wachsende Gefahr hin, die durch zunehmend heißere Sommer und anhaltende Trockenheit entsteht: „Von Frühling bis Herbst ist mit Waldbränden zu rechnen“, lautet die offizielle Warnung. Urlauber müssen daher mit möglichen Einschränkungen rechnen – insbesondere Verkehrsbehinderungen und Evakuierungen könnten die Folge sein. „Besucher von gefährdeten Waldgebieten sollten sich entsprechend verhalten und den Weisungen der Behörden vor Ort unbedingt Folge leisten.“ Aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr können Reisende über das europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS (European Forest Fire Information System) abrufen.
Experten führen die deutliche Zunahme der Waldbrände in Kroatien in den letzten Jahren auf anhaltende Trockenheit und steigende Temperaturen zurück. Touristen wird dringend empfohlen, vor der Reise die aktuelle Lage zu prüfen, keine offenen Feuer zu entzünden und besonders in den Sommermonaten auf Rauchentwicklung zu achten. Es ist ratsam, Fluchtwege zu kennen, da es kurzfristig zu Evakuierungen kommen kann.
Besondere Vorsicht gilt für das Wochenende vom 4. bis 7. Juli. In Zagreb findet am Samstag ein Mammutkonzert mit rund 500.000 erwarteten Besuchern statt, weshalb das österreichische Ministerium dazu rät, „große Menschenansammlungen zu vermeiden und den Anweisungen der Sicherheitsbehörden“ zu folgen. Der Auftritt des kroatischen Sängers Marko Perkovic Thompson soll das bislang größte Konzert in der Geschichte des Landes werden. Sowohl das kroatische Tourismusministerium als auch die Zentrale für Tourismus warnen vor erheblichen Verkehrsbehinderungen in und um Zagreb.
📍 Ort des Geschehens
Für dieses Wochenende empfehlen sowohl das kroatische Tourismusministerium als auch der Automobilclub HAK, die Hauptstadt weiträumig zu umfahren. Reisende sollten ihre An- oder Abreise möglichst außerhalb dieses Zeitraums legen, da auf den Hauptverkehrsachsen und in der Umgebung Zagrebs mit erheblichen Staus und temporären Straßensperren zu rechnen ist.
Alternative Reiserouten
Der Kroatische Automobilclub (HAK) hat für diesen Zeitraum alternative Reiserouten veröffentlicht. Für Reisende aus Österreich oder Slowenien mit Ziel Kvarner und südliches/östliches Istrien empfiehlt sich folgende Route: Graz/Villach – Ljubljana – Postojna – Rupa (Grenzübertritt nach Kroatien) – Rijeka (über A7/E61) – von dort weiter zu Zielen in Kvarner oder Istrien. Diese Strecke eignet sich auch für Fahrten in andere Teile Istriens oder von Rijeka über die A6/E61 nach Bosiljevo 2 und dann über die A1/E65 nach Zadar, Sibenik, Split und Dubrovnik.
Wer nach Nord- und Westistrien reist, sollte folgende Route wählen: Graz/Villach – Ljubljana – Postojna – Koper – Kastel (Grenzübertritt nach Kroatien) – Umag – Porec – Rovinj – Pula. Alternativ bietet sich die Strecke Ljubljana – Postojna – Kozina – Starod – Pasjak D8 (Grenzübertritt nach Kroatien) an, mit Weiterfahrt nach Kvarner, Crikvenica und zu den Inseln über die A7/E61 und D8.
Für Reisende aus Serbien mit Ziel Istrien und nördliche Adria wird folgende Route empfohlen: Bajakovo (Grenzübertritt nach Kroatien) – Slavonski Brod – Nova Gradiska – Popovaca (Ausfahrt von der A3/E70) – Sisak – Petrinja – Glina – Gvozd – Vojnic – Karlovac – weiter auf der A6/E61 nach Rijeka, Istrien, oder auf der A1/E65 nach Zadar, Sibenik, Split und Dubrovnik.
Rückreiseoptionen
Von Süd-/Ostistrien und Kvarner nach Slowenien/Österreich/Ungarn empfiehlt sich: Rijeka (über A7/E61) – Rupa (Ausreise aus Kroatien) – Postojna – Ljubljana – dann Richtung Maribor/Nagykanizsa oder Graz/Villach.
Von Nord-/Westistrien nach Slowenien/Österreich/Ungarn: Kastel (Ausreise aus Kroatien) – Postojna – Ljubljana – dann Richtung Maribor/Nagykanizsa oder Graz/Villach.
Von Istrien und der nördlichen Adria nach Serbien oder Ostungarn (östlich von Barcs): Karlovac – Vojnic – Gvozd – Glina – Petrinja – Sisak – Popovaca (Auffahrt auf die A3/E70) – weiter zu den Zielen in Serbien oder Ungarn.
Von der südlichen Adria nach Serbien oder Ostungarn (östlich von Barcs) wird die Rückfahrt über Bosnien und Herzegowina empfohlen.