Mit steigenden Temperaturen wird die richtige Flüssigkeitszufuhr lebenswichtig. Ein einfacher Hautfaltentest verrät, ob der Körper ausreichend mit Wasser versorgt ist.
Der kommende Sommer verspricht laut Fachleuten neue Temperaturrekorde zu brechen. Das verstärkte Schwitzen bei solchen Hitzewellen ist ein natürlicher Kühlmechanismus unseres Körpers. Gerade deshalb wird die ausreichende Flüssigkeitszufuhr bei hohen Temperaturen besonders wichtig – schließlich besteht der menschliche Organismus zu bis zu 65 Prozent aus Wasser. Fehlt diese lebenswichtige Flüssigkeit, kann unser Körper seine Funktionen nicht optimal aufrechterhalten.
Die Frage nach der idealen Trinkmenge stellt sich vielen. Während unter gewöhnlichen Bedingungen für Erwachsene etwa anderthalb bis zwei Liter täglich empfohlen werden, erhöht sich dieser Richtwert bei Hitze auf zwei bis drei Liter. Allerdings gelten für bestimmte Personengruppen wie Kinder, aktive Sportler oder ältere Menschen teilweise abweichende Empfehlungen. Wer zwischendurch überprüfen möchte, ob sein Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen ist, kann dies mit einer einfachen Methode testen.
Hautfaltentest anwenden
Der sogenannte Hautfaltentest gibt schnell Aufschluss über den Hydrationszustand. Dabei nimmt man zwischen zwei Fingern eine kleine Hautfalte – idealerweise am Unterarm oder Handrücken – und zieht sie leicht nach oben. Die Reaktion der Haut nach dem Loslassen liefert wichtige Hinweise: Glättet sich die Haut umgehend, deutet dies auf eine gute Flüssigkeitsversorgung hin. Verbleibt die Falte jedoch kurzzeitig oder bildet sich nur langsam zurück, könnte dies ein Warnsignal sein.
Warnsignale erkennen
Der Grund für die Aussagekraft dieses Tests liegt darin, dass Dehydrierung sich besonders schnell an der Haut zeigt, da das Bindegewebe bei Flüssigkeitsmangel an Spannkraft verliert. Wichtig zu beachten: Der Hautfaltentest ersetzt bei Verdacht auf ernsthafte Dehydrierung keinen ärztlichen Rat. Besonders bei anhaltender Hitze sollte man auch auf weitere Anzeichen eines Wassermangels achten, darunter Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände und Schwindelgefühle. Auch wenn trotz extremer Hitze oder körperlicher Belastung kein Durstgefühl auftritt, kann dies ein beunruhigendes Zeichen sein.
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Auch wenn trotz extremer Hitze oder körperlicher Belastung kein Durstgefühl auftritt, kann dies ein beunruhigendes Zeichen sein.
Grenzen des Hautfaltentests
Aktuelle medizinische Einschätzungen zeigen, dass der Hautfaltentest seine Grenzen hat. Der Test schlägt erst bei bereits fortgeschrittener Dehydrierung zuverlässig an, weshalb Experten empfehlen, zusätzlich auf andere Indikatoren zu achten. Die Farbe des Urins beispielsweise reagiert deutlich früher auf einen Flüssigkeitsmangel – ein dunkler Urin ist ein frühes Warnsignal, noch bevor sich Veränderungen an der Hautelastizität zeigen.
Zudem ist der Test für Laien nicht immer eindeutig interpretierbar. Die Hautelastizität wird nicht nur vom Flüssigkeitshaushalt beeinflusst, sondern hängt auch stark vom Alter und individuellen Hauttyp ab. Mediziner betonen daher, dass andere Symptome wie Konzentrationsschwäche und trockene Mundschleimhaut oft verlässlichere Warnsignale für eine beginnende Dehydrierung sind. Diese Anzeichen treten in der Regel früher auf als sichtbare Veränderungen der Hautspannung und sollten daher besonders bei Hitzewellen ernst genommen werden.