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Trainerrückkehr

Mit 76 Jahren! Serbiens Erfolgscoach übernimmt kriselnde Bayern-Basketballer

Mit 76 Jahren! Serbiens Erfolgscoach übernimmt kriselnde Bayern-Basketballer
Foto: epa/Alejandro Garcia
3 Min. Lesezeit |

Mit 76 Jahren kehrt er zurück, um die Wende zu bringen: Svetislav Pesic übernimmt erneut das Traineramt beim kriselnden FC Bayern Basketball.

Svetislav Pesic kehrt auf die Trainerbank des FC Bayern Basketball zurück. „Guten Abend, ich bin wieder da“, begrüßte der 76-jährige Serbe die Medienvertreter bei seiner offiziellen Vorstellung in München. Für den erfahrenen Coach ist es eine Heimkehr an alte Wirkungsstätte, denn bereits von 2012 bis 2016 hatte er die Geschicke der Bayern-Basketballer geleitet und den Verein 2014 zur deutschen Meisterschaft geführt. Nun soll er nach der Trennung von Gordon Herbert für die dringend benötigte Wende in der Euroleague sorgen.

Die Münchner zogen die Reißleine nach einer anhaltenden Negativserie in Europas Königsklasse. Besonders die deutliche 77:103-Klatsche bei der AS Monaco gab den Ausschlag für die einvernehmliche Trennung von Herbert. Als Tabellenvorletzter sind die Playoff-Chancen der Bayern inzwischen auf ein Minimum geschrumpft. „Wir wollen auf keinen Fall die Ziele aufgeben, natürlich ist es jetzt deutlich schwerer“, betonte Bayern-Präsident Herbert Hainer bei der Präsentation des neuen Übungsleiters.

Pesics Philosophie

Der Routinier auf der Trainerbank setzt bei seiner Mission auf Evolution statt Revolution. „Ich weiß genau, wie Gordie gearbeitet hat, ich kenne seine Philosophie. Viel zu ändern wäre blöd“, erklärte Pesic bei seinem Amtsantritt. Der Serbe kommt mit der Empfehlung jüngster internationaler Erfolge nach München. Als Nationaltrainer seines Heimatlandes führte er Serbien 2023 ins WM-Finale, wo man Deutschland unterlag, und gewann bei den Olympischen Spielen 2024 die Bronzemedaille – ebenfalls gegen die deutsche Auswahl.

Für Pesic ist die Marschroute klar definiert: „Ich habe hier nur ein Ziel, uns so schnell wie möglich zu verbessern.“ Seinem Vorgänger Herbert wurde unter anderem vorgeworfen, nach dem personellen Umbruch im Sommer keine klare Stammformation etabliert zu haben. Der Neu-Coach will behutsam vorgehen: „Ich muss die Spieler kennenlernen, um zu verstehen, wo wir eigentlich stehen.“

Vereinsinterne Entwicklungen

Die Atmosphäre beim deutschen Basketballmeister war zuletzt angespannt. In der vergangenen Woche kritisierte der scheidende Geschäftsführer Marko Pesic, Sohn des neuen Trainers, die Veröffentlichung der Etatzahlen aller Bundesligisten als „Pseudo-PR“ und bemängelte eine fehlende Gesamtstrategie der Liga. Präsident Hainer legte nach und stellte klar: Die veröffentlichten Budgetzahlen „waren nicht die tatsächlichen Zahlen“, da Veränderungen während der Saison nicht berücksichtigt worden seien. „Wir sind ungefähr im Mittelfeld in der Euroleague mit unserem Investment“, präzisierte der Bayern-Boss.

Für Svetislav Pesic wird es keine lange Eingewöhnungszeit geben. Bereits am Dienstag um 19.30 Uhr steht sein Debüt in der heimischen Halle gegen Hapoel Tel Aviv an. Die Trennung von Vorgänger Herbert erfolgte „zum Wohle des Teams und des Vereins“ als direkte Reaktion auf acht sieglose Partien in Folge in der EuroLeague.

Marko Pesic wird den Verein als Geschäftsführer noch bis 2026 begleiten. Wie der Klub mitteilte, erfolgt sein Ausscheiden auf eigenen Wunsch, wobei er dem Verein in anderer Funktion erhalten bleiben soll.

Der FC Bayern engagiert sich auch abseits des Parketts: Mit einem speziellen Projekt möchte der Verein Menschen mit Demenz durch historische Vereinsgegenstände glückliche Momente bescheren. Präsident Herbert Hainer, der persönlich von diesem Thema betroffen ist, unterstützt die soziale Initiative, die darauf abzielt, Erinnerungen und Emotionen bei den Betroffenen zu wecken.

Marko Pesic zeigte sich vor dem EM-Halbfinale 2023 zwischen Deutschland und Finnland überzeugt vom Titelgewinn der deutschen Mannschaft. Der Geschäftsführer der Bayern-Basketballer erläuterte seine optimistische Einschätzung in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

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KO KOSMO-Redaktion
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