Streit eskaliert, Waffen sichergestellt: Ein bekannter Wiener Gastronom soll seine Partnerin bedroht haben. Sein Anwalt spricht von einer Intrige.
In Wien-Innere Stadt kam es am späten Freitagabend zu einem Polizeieinsatz, bei dem auch die WEGA zum Einsatz kam. Ein 39-jähriger Mann wurde vorläufig festgenommen, nachdem er seine 37-jährige Lebensgefährtin während eines Streits mit Gegenständen beworfen und mit einer Schusswaffe bedroht haben soll. Die Frau gab an, der Mann habe ihr mit dem Tod gedroht.
Bei der Durchsuchung des Verdächtigen fanden die Beamten zwei legal besessene Schusswaffen sowie zwei verbotene Pistolenmagazine, die umgehend sichergestellt wurden. Die Behörden verhängten gegen den 39-Jährigen ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot.
Anwalt widerspricht
Der Anwalt des Beschuldigten, Nikolaus Rast, stellte den Vorfall in einem anderen Licht dar. Gegenüber der „Krone“ erklärte er, die Lebensgefährtin habe seinen Mandanten mit einer Plastikflasche beworfen und bezeichnete die Situation als „Intrige“. „Wir sehen den Ermittlungen gelassen entgegen“, so Rast.
Identität bestätigt
Der Tatverdächtige wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung, versuchter Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz auf freiem Fuß angezeigt. Anwalt Rast bestätigte Gerüchte gegenüber „Krone.at“, dass es sich bei dem Festgenommenen um den bekannten Gastronomen Martin Ho handelt.