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Überlebenskampf

Nach 36 OPs im EU-Parlament – 11-Jähriger Ukrainer bringt Dolmetscherin zum Weinen

Nach 36 OPs im EU-Parlament – 11-Jähriger Ukrainer bringt Dolmetscherin zum Weinen
Foto: X/ nexta_tv
2 Min. Lesezeit |

Roman Oleksiv, ein elfjähriger Junge aus Lwiw (Ukraine), überlebte am 14. Juli 2022 nur knapp einen verheerenden Raketenangriff auf eine Klinik in Winnyzja (Ukraine). Während er im Wartezimmer auf seinen Arzttermin wartete, schlugen die Geschosse ein. Der Junge erlitt schwerste innere Verletzungen und Verbrennungen, die 45 Prozent seiner Körperoberfläche betrafen.

Trotz dieser lebensbedrohlichen Verletzungen gelang es ihm, sich aus den Trümmern des zerstörten Gebäudes zu retten, wo ihn später Rettungskräfte fanden. In der Folge verbrachte er mehr als 100 Tage im künstlichen Koma und musste sich insgesamt 36 Operationen unterziehen, darunter auch Eingriffe durch medizinische Spezialisten in Deutschland.

Bei dem Angriff verlor Roman seine Mutter, die zusammen mit 27 weiteren Menschen, darunter die vierjährige Liza und mehrere andere Kinder, durch die Raketen getötet wurde. „Das war das letzte Mal, dass ich meine Mutter gesehen habe, und das letzte Mal, dass ich mich von ihr verabschieden konnte“, berichtete der Junge am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament in Brüssel. Seine Schilderung, die er am Rande einer Dokumentarfilm-Vorführung über sein Schicksal gab, berührte die Anwesenden zutiefst.

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Bewegende Zeugenaussage

Die Dolmetscherin, die seine Worte ins Englische übertragen sollte, konnte ihre Emotionen nicht zurückhalten und brach während der Übersetzung in Tränen aus. „Ich werde auch ein wenig emotional“, entschuldigte sie sich, bevor ein Kollege ihre Aufgabe übernahm. Im Saal waren zahlreiche Zuhörer sichtlich erschüttert von Romans Bericht.

Neuer Lebensmut

Der ukrainische Junge hat mittlerweile einen langen Rehabilitationsprozess durchlaufen. Heute lebt Roman wieder mit seinem Vater in der Ukraine und hat im Tanzen eine neue Leidenschaft gefunden. Gerade das Tanzen und die Musik gaben ihm in der schwersten Phase seines Lebens neuen Halt und Perspektive.

Mit bemerkenswerter Fassung wandte er sich an die EU-Parlamentarier mit der Ermutigung, „niemals aufzugeben“. Mit den Worten „gemeinsam sind wir stark“ appellierte der Elfjährige an die europäischen Politiker.

„Bitte helft weiterhin den ukrainischen Kindern. Danke.“

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KO KOSMO-Redaktion
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