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Ehrlichkeit

Nach Verlust der Brieftaschen: Anonymer Held meldet sich per Post

Nach Verlust der Brieftaschen: Anonymer Held meldet sich per Post
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Ein 28-jähriger Amerikaner aus Chicago reiste im Mai nach London und verlor während seiner Reise seine Brieftasche. Einen Monat später erhielt er per Post einen rührenden Brief von der Person, die seine Brieftasche gefunden hatte. Der Tourist teilte diese Erfahrung auf Reddit unter dem Pseudonym u/badvices7.

„Hallo, ich hoffe, es geht dir gut“, begann die Nachricht des unbekannten Finders, der erklärte, ein grünes Kartenetui mit Kreditkarten und Personalausweis entdeckt zu haben. Das Etui sei im Bereich The Mall in London aufgetaucht – unweit des Buckingham Palace und des Piccadilly Circus. Bargeld habe sich nicht mehr darin befunden.

📍 Ort des Geschehens

Der hilfsbereite Finder beschrieb in seinem Schreiben die unternommenen Bemühungen: Zunächst versuchte er, Kontaktdaten zu ermitteln und jemanden aus dem Umfeld des Amerikaners zu erreichen, konnte jedoch unter der Adresse auf dem Ausweis keine Telefonnummer ausfindig machen. Daraufhin kontaktierte er American Express in den USA, um die verlorenen Karten zu melden, die daraufhin gesperrt wurden. Der Finder bat das Kreditkartenunternehmen zudem, den Karteninhaber über den Fund zu informieren und kündigte an, die Karten an die Adresse in Illinois zurückzuschicken. Der Brief trug lediglich die Initialen „TWC“.

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Überraschende Rücksendung

„Und siehe da, ich komme in den Paketbereich meines Gebäudes und entdecke eine Sendung: Jemand hat meine Brieftasche gefunden und zurückgeschickt„, freute sich der Amerikaner auf Reddit. „Dieses Jahr war ziemlich schwierig, daher hat mich diese aufmerksame Geste wirklich berührt und meinen ganzen Monat verschönert.“ Er wisse noch immer nicht, wer hinter der guten Tat stecke, da auf dem Paket keine Absenderadresse vermerkt war.

Dennoch würde er sich gerne bedanken.

Positive Reaktionen

Die Reddit-Community reagierte begeistert auf die Geschichte. „Wahrscheinlich haben sie dir ihre Daten nicht hinterlassen, damit du dich nicht verpflichtet fühlst, etwas zurückzugeben. TWC sind vermutlich ihre Initialen“, vermutete ein User. „Was für ein wundervoller Mensch dieser TWC“, „Das ist so britisch“, „Wunderbar, hat mich zum Lächeln gebracht“ und „Wirklich eine schöne Geste“ lauteten weitere Kommentare unter dem Beitrag.

Mehr Ehrlichkeit in Großstädten als vermutet

Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass in Touristenmetropolen hauptsächlich Taschendiebstähle an der Tagesordnung stehen, zeigt dieser Fall, dass Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft keinesfalls Ausnahmeerscheinungen sind. Laut aktuellen Umfragen geben in Großstädten wie London, Wien oder Berlin rund 60 Prozent der Befragten an, gefundene Wertgegenstände an die Eigentümer zurückzugeben oder bei offiziellen Stellen abzugeben.

Experten führen dies auf eine wachsende Sensibilisierung für Zivilcourage und gesellschaftlichen Zusammenhalt zurück.

In den vergangenen Monaten wurden in mehreren europäischen Metropolen ähnliche Fälle dokumentiert, in denen Touristen verlorene Geldbörsen oder Handys von unbekannten Findern per Post zurückerhielten. In London und Paris sorgen solche Gesten der Hilfsbereitschaft in sozialen Netzwerken regelmäßig für positive Resonanz – ein willkommener Kontrapunkt zu den sonst oft negativen Schlagzeilen über Kriminalität in Großstädten.

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KO KOSMO-Redaktion
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