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Frau bestahl Kollegin jahrelang und erpresste sie mit Nacktbildern

Frau bestahl Kollegin jahrelang und erpresste sie mit Nacktbildern
FOTO: iStock/artursfoto
3 Min. Lesezeit |

**Aus Freundschaft wurde Verbrechen: Eine 43-Jährige plünderte sechs Jahre lang unbemerkt das Konto ihrer Arbeitskollegin und griff später sogar zu Erpressung mit intimen Fotos.**

Eine 43-jährige Frau wurde am Landesgericht Feldkirch wegen Kontoplünderung und anschließender Erpressung ihrer Arbeitskollegin verurteilt. Richter Martin Mitteregger verhängte eine fünfmonatige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe von 6000 Euro. Zudem muss die Verurteilte dem Opfer innerhalb von zwei Wochen den entwendeten Betrag von 20.800 Euro zurückerstatten.

Die beiden Frauen arbeiteten jahrelang im selben Feldkircher Unternehmen und entwickelten eine enge Freundschaft, die inzwischen vollständig zerbrochen ist. Der Fall nahm seinen Anfang, als die Angeklagte ihrer 46-jährigen Kollegin regelmäßig bei Online-Flugbuchungen assistierte. Das Opfer trug unvorsichtigerweise sowohl Bankomat- als auch Visa-Karte zusammen mit den dazugehörigen PIN-Codes in ihrer Brieftasche. Diese Nachlässigkeit ermöglichte es der Täterin, während der Arbeitszeit unbemerkt auf die Brieftasche zuzugreifen und in den Mittagspausen Geld abzuheben.

Jahrelange Kontoplünderung

Die mangelnde finanzielle Aufmerksamkeit der 46-Jährigen zeigt sich besonders darin, dass die Angeklagte sechs Jahre lang unentdeckt Abbuchungen vom Konto ihrer Kollegin vornehmen konnte. Als das Opfer schließlich die Unregelmäßigkeiten bemerkte, war bereits eine Summe von 20.800 Euro verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Bestohlene noch keinen Verdacht gegen ihre Kollegin.

Statt Misstrauen zu hegen, vertraute sich die 46-Jährige ausgerechnet der Täterin an und informierte sie über die erstattete Polizeianzeige. In ihrer Angst vor Entdeckung fotografierte die Angeklagte heimlich intime Bilder vom Mobiltelefon des Opfers und deponierte diese zusammen mit einem Erpresserschreiben vor deren Haustür. Die Drohung war eindeutig: „Wenn du die Anzeige nicht zurückziehst, werde ich die Nacktbilder an deine Bekannten und Verwandten schicken.“

Unterdessen sorgt ein anderer Fall in Wien für Schlagzeilen, bei dem eine kriminelle Bande in einem schockierenden Gewaltakt verwickelt ist.

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Psychische Folgen

Während der Gerichtsverhandlung schilderte das Opfer unter Tränen die anhaltenden psychischen Folgen: „Ich hatte das damals für einen Scherz gehalten. Doch es belastet mich noch immer sehr. Ich kann nicht mehr schlafen und brauche selbst heute noch Tabletten.“ Eine persönliche Entschuldigung blieb aus – die Verurteilte vermied während des gesamten Prozesses jeden Blickkontakt mit ihrer ehemaligen Freundin.

Identitätsdiebstahl im persönlichen Umfeld

Der Fall in Feldkirch ist kein Einzelfall. Laut aktuellen Angaben des Bundeskriminalamts werden in Österreich rund ein Drittel aller Fälle von Identitätsdiebstahl und Kontomissbrauch im persönlichen Umfeld durch Bekannte oder Freunde begangen. Daher raten Experten, Bankkarten und zugehörige PIN-Codes niemals gemeinsam aufzubewahren und regelmäßig Kontoauszüge zu kontrollieren.

Banken empfehlen zusätzlich, keine leicht zu erratenden Zahlenkombinationen zu verwenden und bei Verdacht auf Missbrauch sofort die Karte zu sperren sowie Anzeige zu erstatten. Sensible Daten wie Passwörter und Zugangsdaten sollten regelmäßig geändert und persönliche Informationen nicht offen zugänglich gespeichert werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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