Der Weihnachtszauber ist verflogen, die Tiere werden zur Last: Die Pfotenhilfe erlebt einen dramatischen Ansturm ungewollter Haustiere – allein 33 an einem Tag.
Nach den Feiertagen erlebt die Pfotenhilfe einen regelrechten Ansturm an ungewollten Haustieren. An einem einzigen Montag wurden 33 Tiere zur Aufnahme angemeldet. Obwohl die Verantwortlichen des Tierschutzhofes nach Weihnachten stets mit vermehrten Abgaben rechnen, übersteigt die aktuelle Situation ihre Kapazitäten bei weitem. Das Spektrum der abzugebenden Tiere ist dabei außerordentlich breit gefächert: Von Hunden und Katzen über Meerschweinchen und Kaninchen bis hin zu Laufenten, Hähnen und einer Gruppe von 15 Wellensittichen.
Die ständigen Warnungen der Tierschutzorganisationen mögen wie eine Endlosschleife klingen, doch angesichts des jährlich wiederkehrenden Problems bleibt kaum eine Alternative. Selbstverständlich können unvorhergesehene Notlagen jeden treffen, dennoch sollte nicht vergessen werden, dass jeder Besitzerwechsel für ein Haustier eine traumatische Erfahrung darstellen kann – eine Belastung, die kein Tier verdient hat.
Hähne-Überpopulation
Die Pfotenhilfe in Lochen (Oberösterreich) zählt zu den wenigen Einrichtungen, die auch landwirtschaftliche Nutztiere aufnehmen. Mittlerweile kämpft der Gnadenhof jedoch mit einer Überpopulation an Hähnen. Ein nicht zu unterschätzendes Problem stellt dabei das morgendliche Krähen in Wohngebieten dar, das häufig auf wenig Verständnis in der Nachbarschaft stößt und letztlich zur Abgabe des Tieres führt.
Verantwortungsvolle Anschaffung
Vor der Anschaffung eines Haustieres sollten grundlegende Fragen geklärt werden: Sind die finanziellen Mittel für die Tierhaltung vorhanden? Ist man bereit, über viele Jahre hinweg täglich Verantwortung zu übernehmen? Erlaubt der Mietvertrag überhaupt die Haltung von Haustieren? Sind alle Familienmitglieder einverstanden und leidet niemand unter einer Allergie?
Ist man bereit, Urlaubspläne dem Haustier anzupassen oder gibt es zuverlässige Betreuungsmöglichkeiten?