Nach Alonsos überraschendem Abschied bei Real Madrid könnte für David Alaba ein neues Kapitel beginnen. Der Trainerwechsel bringt frische Perspektiven für den Österreicher.
Mit dem Abschied von Xabi Alonso bei den Königlichen könnte sich für David Alaba ein unerwartetes Karrierefenster öffnen. Das Supercup-Finale gegen den Erzrivalen Barcelona, das mit einer 2:3-Niederlage endete, markierte gleichzeitig den Schlusspunkt unter Alonsos kurze Amtszeit bei Real Madrid. Offiziell spricht der Verein von einer einvernehmlichen Trennung, doch Insider wissen: Hinter den Kulissen brodelte es bereits seit Wochen.
Der Spanier fand zu vielen Schlüsselspielern keinen Draht – und wenn im Bernabéu erst einmal Spannungen entstehen, wird der Rasen schnell zum Minenfeld. Als die Ergebnisse dann auch noch ausblieben, war das Schicksal des Trainers besiegelt. Vorerst übernimmt nun Alvaro Arbeloa, der bislang die zweite Mannschaft betreute.
Alabas Neuanfang
Trainerwechsel bringen frischen Wind – und neue Chancen für jene Profis, die zuletzt auf der Bank schmorten. Zu ihnen zählt auch David Alaba. Dass der österreichische Nationalspieler ausgerechnet im letzten Spiel unter Alonso nach monatelanger Pause wieder Spielminuten sammeln durfte, ändert nichts am angespannten Verhältnis zwischen beiden.
Seit Alonsos Amtsantritt im Sommer 2025 spielte der ÖFB-Kapitän praktisch keine Rolle mehr und fand sich in der Innenverteidiger-Hierarchie auf Position fünf wieder.
Der Trainerwechsel könnte für den 34-jährigen Wiener nun zum Wendepunkt werden – vorausgesetzt, die Karten in der Abwehrzentrale werden tatsächlich neu gemischt. Alaba selbst hatte vor Saisonbeginn einen von Real forcierten Abschied abgelehnt, nicht zuletzt wegen seines fürstlichen Jahresgehalts von kolportierten 22 Millionen Euro.
WM-Vorbereitung
Dennoch bleibt ein Transfer in der laufenden Winterperiode weiterhin ein Thema. Entscheidend wird sein, welche Pläne Interimstrainer Arbeloa oder ein künftiger Chefcoach mit dem Routinier haben. Alaba täte gut daran, die Signale richtig zu deuten und seine eigenen Ansprüche entsprechend anzupassen.
Für den Defensivspezialisten steht schließlich im Juni mit der WM in Nordamerika der absolute Karrierehöhepunkt bevor. Will er bei diesem Turnier in Topform glänzen und dem österreichischen Team maximalen Mehrwert bieten, führt an regelmäßiger Spielpraxis kein Weg vorbei.
Angeblich haben bereits Klubs aus Saudi-Arabien und den USA Interesse an einer Verpflichtung signalisiert.
Aus Sicht des Nationalteams erscheint es beinahe zweitrangig, wo Österreichs erfolgreichster Fußballer seine Einsatzminuten sammelt – Hauptsache, er steht regelmäßig auf dem Platz.