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Sicherheitsmaßnahmen

Nach Grapsch-Skandal und Messerstechereien: Therme zieht Notbremse

Nach Grapsch-Skandal und Messerstechereien: Therme zieht Notbremse
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Nach Belästigungen und Messerstechereien zieht ein Brandenburger Freizeitbad die Notbremse: Die Havel-Therme führt eine Geschlechterquote und Voranmeldepflicht ein.

Die Havel-Therme in Brandenburg hat nach einer Reihe von Sicherheitsvorfällen drastische Maßnahmen ergriffen. Das Freizeitbad führt nun strenge Zugangsbeschränkungen ein, die sich vor allem gegen männliche Besuchergruppen richten. Neben einer Geschlechterquote wurde auch ein Voranmeldungssystem implementiert.

Die Betreiber reagieren damit auf eine beunruhigende Entwicklung. Laut Geschäftsführer Andreas Schauer kam es wiederholt zu Belästigungen weiblicher Gäste und Mitarbeiterinnen. Die Situation eskalierte bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, darunter mehrere Messerstechereien auf dem Parkplatzgelände. Als Reaktion wurde bereits ein Sicherheitsdienst engagiert.

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Neue Regelungen

Die neuen Regelungen sehen vor, dass die Geschlechterverteilung in der Premium-Therme ausgeglichen bleibt. Konkret darf kein Geschlecht das andere um mehr als 20 Prozent übersteigen. Bei Erreichen dieser Grenze wird ein temporärer Einlassstopp verhängt – unabhängig von der maximalen Besucherkapazität. Zusätzlich müssen Gruppen ab drei Personen sich mindestens zwei Tage im Voraus per E-Mail anmelden und eine Bestätigung erhalten. Familien mit Kindern sind von dieser Regelung ausgenommen.

Das Verfahren soll problematische Gruppierungen frühzeitig identifizieren und ihnen den Zutritt verwehren.

Positive Resonanz

Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen wurden in Abstimmung mit Polizei und Behörden entwickelt. Erste Rückmeldungen der Besucher fallen laut Betreiber positiv aus. Besonders weibliche Gäste berichten von einem verbesserten Sicherheitsgefühl. Wie die BZ berichtet, zielen die Maßnahmen der Havel-Therme in Brandenburg hauptsächlich auf größere Männergruppen ab, die teilweise unter Alkoholeinfluss standen und mit den Problemen in Verbindung gebracht werden.

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KO KOSMO-Redaktion
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