Klopapier selbst mitbringen: An der HAK Bludenz herrschen neue Regeln. Die Direktorin greift zu drastischen Maßnahmen gegen einen zerstörerischen TikTok-Trend.
Seit zwei Monaten kämpfen österreichische Bildungseinrichtungen mit einem ungewöhnlichen Problem: Ein TikTok-Trend sorgt für massive Sachbeschädigungen in Schultoiletten. Bereits im November wurden Warnungen vor dieser neuen Challenge ausgesprochen. Die Verwüstungen nehmen teils erschreckende Ausmaße an – durchnässtes Toilettenpapier klebt an Wänden, Seifenspender werden abgerissen und Türen beschädigt.
Im Internet präsentieren zahlreiche Nutzer ihre Vandalismusakte mit unverhohlenem Stolz, stets in der Hoffnung auf digitale Anerkennung durch Likes und Views. Das Phänomen beschränkt sich nicht nur auf Österreich – auch in Deutschland wurden bereits ähnliche Vorfälle registriert.
Massive Zerstörungen
An der Handelsakademie Bludenz in Vorarlberg hat die Schulleitung nun drastische Maßnahmen ergriffen. Die Direktorin reagierte auf die erheblichen Schäden, die sogar ein Einschreiten der Polizei notwendig machten. Die Bilanz der Zerstörung: zerbrochene Toilettensitze, demolierte Waschbecken und verstopfte WCs.
Als Ursache gilt eine TikTok-Challenge, bei der Schüler ihre Verwüstungsaktionen filmen und anschließend in sozialen Netzwerken verbreiten.
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Schulische Konsequenzen
Die sogenannte „Washroom-Challenge“ verbreitet sich zunehmend auch in Vorarlberg. Direktorin Margit Flecker setzt auf einen pädagogischen Effekt durch ihre Konsequenz: Seit vergangener Woche müssen Schüler ihr Toilettenpapier selbst mitbringen.
Mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme steht sie nicht allein – auch ein Wiener Gymnasium hat bereits zu dieser Lösung gegriffen. Andere Schulen verfolgen einen anderen Ansatz und halten ihre Sanitäranlagen verschlossen.
Wer die Toilette nutzen möchte, muss sich zunächst im Sekretariat einen Schlüssel besorgen.