Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Himmelsspektakel

NASA-Warnung? Gigant-Asteroid kommt der Erde „gefährlich“ nahe

NASA-Warnung? Gigant-Asteroid kommt der Erde „gefährlich“ nahe
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Ein kosmischer Riese mit 280 Metern Durchmesser nähert sich der Erde. Der als potenziell gefährlich eingestufte Asteroid wird unseren Planeten 2025 passieren – in sicherer Entfernung.

Ein kosmischer Besucher wird im kommenden Jahr der Erde einen Besuch abstatten. Der Asteroid mit der Bezeichnung „2025 FA22“ wird am 18. September 2025 in relativer Nähe an unserem Planeten vorbeifliegen. Mit einer geschätzten Größe von bis zu 280 Metern gehört er zur Kategorie der „potenziell gefährlichen“ Objekte im Weltall. Wissenschaftler betonen jedoch, dass kein Grund zur Besorgnis besteht, da eine Kollision mit der Erde nahezu unmöglich ist.

Der Himmelskörper wird sich auf etwa 841.900 Kilometer annähern – mehr als das Zweifache der Distanz zwischen Erde und Mond. Aus der Perspektive der Astronomie gilt dies als „nahe“, stellt jedoch keinerlei Bedrohung für unseren Planeten dar. Himmelsobjekte vergleichbarer Dimension kommen durchschnittlich nur alle paar Jahre in ähnliche Erdnähe.

⇢ Zweiter Mond begleitet unbemerkt die Erde!

NASA-Klassifizierung

Der Asteroid wurde im März 2025 durch das Pan-STARRS-2-Teleskop auf Hawaii entdeckt. Anfänglich bewertete die NASA das Objekt auf der Torino-Skala (Risikobewertungssystem für Asteroiden) mit Stufe 1, was ein minimales Kollisionsrisiko andeutet. Nach genaueren Beobachtungen wurde diese Einschätzung jedoch auf null korrigiert und der Asteroid von den Risikolisten gestrichen.

Die NASA klassifiziert einen Asteroiden als „potenziell gefährlich“ (potentially hazardous asteroid, PHA), wenn er theoretisch eine Bedrohung für die Erde darstellen könnte. Dafür muss er auf seiner Umlaufbahn in gefährliche Nähe zur Erde kommen und gleichzeitig eine kritische Größe aufweisen. Diese Definition trifft auf Himmelskörper zu, die weniger als 0,05 AE (ungefähr 7,5 Millionen Kilometer) an die Erde herankommen und einen Durchmesser von mindestens 150 Metern aufweisen – wobei die Helligkeit als Indikator für die Größe des Objekts dient.

Internationale Zusammenarbeit

Die NASA und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) haben gemeinsam bestätigt, dass nach aktuellen Messungen kein Kollisionsrisiko mehr besteht. Der Vorbeiflug bietet Wissenschaftlern eine hervorragende Möglichkeit für Forschungszwecke. Weltweit werden Beobachtungsprogramme durchgeführt, um Abläufe für einen tatsächlichen Notfall zu üben. Das internationale Asteroiden-Warnnetzwerk nutzt „2025 FA22“ in einer Simulation als „virtuellen Einschläger“, um Kommunikationswege und Kooperationen zu testen.

Beobachtungsmöglichkeiten

Auch Amateurastronomen können den kosmischen Brocken beobachten – mit entsprechender Ausrüstung sollte er am 18. und 19. September sichtbar sein. Wer kein eigenes Teleskop besitzt, kann den Vorbeiflug über einen Livestream des „Virtual Telescope Project“ im Internet verfolgen, der das Ereignis am 18. September live überträgt.

Ein noch spektakuläreres Ereignis steht übrigens 2029 bevor: Dann wird der Asteroid „Apophis“ in nur 31.000 Kilometern Entfernung an der Erde vorbeifliegen – näher als viele künstliche Satelliten.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen