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Missbrauch

Kinderdorf-Skandal: Kinder sollen eingesperrt, geschlagen & fotografiert worden sein

Kinderdorf-Skandal: Kinder sollen eingesperrt, geschlagen & fotografiert worden sein
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Hinter der Fassade eines Kärntner SOS Kinderdorfs verbirgt sich ein dunkles Kapitel: Eine interne Studie enthüllt jahrelange systematische Misshandlungen an Schutzbefohlenen.

In einem SOS Kinderdorf in Moosburg in Kärnten sollen über Jahre hinweg systematische Misshandlungen stattgefunden haben. Dies geht aus einer internen Studie hervor, die schwerwiegende Vorwürfe dokumentiert. Betroffene Kinder wurden laut den Untersuchungsergebnissen körperlich misshandelt, ihrer Freiheit beraubt und in unangemessenen Situationen fotografiert.

📍 Ort des Geschehens

Die Vorwürfe wiegen schwer: Kinder wurden geschlagen, in dunklen Räumen eingesperrt und teilweise unbekleidet abgelichtet. Diese Erkenntnisse wurden durch eine vom SOS Kinderdorf selbständig in Auftrag gegebene Studie ans Licht gebracht, wie mehrere Medien, darunter der „Falter“ und der ORF, berichten. Laut den Untersuchungen erstreckten sich die dokumentierten Misshandlungen über einen Zeitraum von 2008 bis 2020.

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Strukturelle Änderungen nach Bekanntwerden

Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Vorwürfe setzte die Organisation umfassende Maßnahmen um. Das SOS Kinderdorf Moosburg verhängte einen mehrmonatigen Aufnahmestopp und führte weitreichende strukturelle Änderungen durch. Diese Schritte sollten sicherstellen, dass sich ähnliche Vorfälle nicht wiederholen können.

Entschädigungen erfolgt

Als Reaktion auf die Enthüllungen hat die Organisation bereits Entschädigungszahlungen an die Betroffenen geleistet. Die betroffenen Kinder erhielten nach einem internen Opferschutzverfahren neben den Entschädigungen auch die Finanzierung von Therapieeinheiten. Die genaue Höhe der Entschädigungssummen wird von der Organisation jedoch nicht öffentlich kommuniziert. Zudem wurde eine externe Evaluierung eingeleitet, um die Vorfälle aufzuarbeiten und künftige Missbrauchsfälle zu verhindern. Die Verantwortlichen betonen, dass sie die Vorkommnisse ernst nehmen und umfassende Maßnahmen zur Aufklärung und Prävention eingeleitet haben.

Rechtliche Folgen

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Parallel dazu wurden Verleumdungsklagen gegen mehrere Personen eingereicht, die im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen stehen.

Die rechtliche Aufarbeitung der Vorfälle befindet sich somit in vollem Gange.

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KO KOSMO-Redaktion
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