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Militärstandort

NATO-Krise eskaliert: Trump zieht 5.000 Soldaten aus Deutschland ab

NATO-Krise eskaliert: Trump zieht 5.000 Soldaten aus Deutschland ab
FOTO: iStock/KairosDee
2 Min. Lesezeit |

5.000 US-Soldaten verlassen Deutschland – und das ist erst der Anfang. Die transatlantischen Spannungen erreichen eine neue Eskalationsstufe.

Die Vereinigten Staaten haben den Abzug von 5.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt – ein Schritt, der die ohnehin belasteten Beziehungen zwischen Washington und seinen europäischen NATO-Partnern weiter strapaziert. Deutschland gilt mit rund 35.000 dauerhaft stationierten US-Soldaten als bedeutendster amerikanischer Militärstandort auf dem Kontinent und fungiert zugleich als zentrales Ausbildungszentrum. Pentagon-Chefsprecher Sean Parnell erklärte am Freitagabend, der Abzug solle binnen sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein.

Das US-Militärkrankenhaus in Landstuhl, EUCOM und AfriCom in Stuttgart sowie die Basis Ramstein dienen primär nationalen US-Interessen und nicht ausschließlich NATO-Verpflichtungen. Der angekündigte Abzug betrifft damit auch Infrastruktur, die für amerikanische Operationen in Europa, Afrika und dem Nahen Osten zentral ist.

Eskalierender Streit

US-Präsident Donald Trump hatte diesen Schritt bereits wenige Tage zuvor angedroht. Vorausgegangen war eine öffentliche Kritik des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz an Washington: Merz hatte erklärt, die Iraner würden die USA in den laufenden Verhandlungen zur Beendigung des seit zwei Monaten andauernden Krieges demütigen. Trump seinerseits warf den westlichen Verbündeten vor, die Vereinigten Staaten in ihrem Krieg gegen den Iran nicht unterstützt zu haben. Die betroffenen Länder wiesen dies mit dem Argument zurück, sie seien vom Kriegsbeginn nicht in Kenntnis gesetzt worden – und die NATO-Beistandsverpflichtung greife in diesem Fall nicht, da die Initiative zum Angriff auf den Iran von den USA und Israel ausgegangen sei.

Dabei hatte sich das Verhältnis zwischen Washington und den meisten europäischen Bündnispartnern bereits in den Wochen zuvor merklich verschlechtert. Trump ließ zuletzt auch anklingen, ein Abzug von US-Truppen aus Italien und Spanien sei nicht ausgeschlossen. Laut Daten des US-Verteidigungsministeriums waren im Dezember 2025 insgesamt rund 68.000 amerikanische Soldaten dauerhaft auf europäischen Stützpunkten präsent, davon etwa 36.400 allein in Deutschland. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump mehrfach mit einem Truppenabzug aus Deutschland gedroht.

Rückkehr zu 2022

Ein hochrangiger Beamter des US-Verteidigungsministeriums erläuterte am Freitagabend, der Abzug werde die Truppenstärke in Europa auf das Niveau vor 2022 zurückführen – also auf jenen Stand, bevor der damalige Präsident Joe Biden als Reaktion auf Russlands Invasion in der Ukraine eine substanzielle Aufstockung angeordnet hatte. Konkret werde ein derzeit in Deutschland stationiertes Brigade-Kampfteam abgezogen; ein Fernfeuerbataillon, dessen Verlegung nach Deutschland die Biden-Administration noch für 2026 vorgesehen hatte, werde nun nicht mehr entsandt.

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KO KOSMO-Redaktion
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