Das AMS startet seine digitale Revolution: Ab 17. November ersetzt das neue Portal „meinAMS“ schrittweise das veraltete eAMS-Konto – mit mehr Komfort und weniger Behördenwegen.
Ab 17. November beginnt beim Arbeitsmarktservice eine digitale Wende: Das neue Online-Portal „meinAMS“ löst schrittweise das bisherige eAMS-Konto ab. Die Umstellung erfolgt bis zum 8. Dezember, danach ist die digitale Neuausrichtung vollzogen. Ein Jahr später, am 8. Dezember 2025, wird das alte System endgültig abgeschaltet. Bestehende Nutzer müssen sich nicht neu registrieren – ihre Daten werden automatisch übertragen.
Die Dimension dieser Umstellung ist beachtlich: Allein 2024 verzeichnete das eAMS-Konto über 629.000 aktive Nutzer mit mehr als 35,5 Millionen Zugriffen. AMS-Sprecher Gregor Bitschnau erklärt gegenüber „5 Minuten“ die Hintergründe: „Das bisherige System wurde vor mehr als 20 Jahren entwickelt, entsprach nicht mehr den Anforderungen und musste erneuert werden.“ Die strategische Ausrichtung zielt darauf ab, möglichst viele Verwaltungsprozesse in den digitalen Selbstbedienungsbereich zu verlagern.
⇢ AMS: Das ändert sich ab 17. November!
Der Vorteil liegt laut Bitschnau auf beiden Seiten: „Mit MeinAMS ersparen wir unseren Kunden nicht nur unnötige Wege, sondern sorgen gleichzeitig dafür, dass unsere Berater mehr Zeit für die Gespräche und Beratungen mit ihren Kunden haben!“ Wer dennoch den persönlichen Kontakt bevorzugt, kann weiterhin die AMS-Geschäftsstellen zu den gewohnten Öffnungszeiten aufsuchen. „Anträge können auch weiterhin persönlich eingebracht werden“, versichert der AMS-Sprecher.
Persönliche Vorsprache
Die persönliche Vorsprache wird künftig nur noch in zwei Fällen verpflichtend sein: „Bei erstmaliger Antragstellung oder bei Antragstellung nach über zwei Jahren Pause“, erläutert Bitschnau. Das digitale Angebot umfasst nahezu alle Dienstleistungen – von Anträgen und Beihilfen über Terminvereinbarungen bis hin zu Bewerbungen und der Kommunikation mit Beratern. Der AMS-Sprecher betont: „MeinAMS ist der schnellste, sicherste und verlässlichste Weg.“
AMS-Chef Johannes Kopf sieht in der neuen Plattform einen wichtigen Modernisierungsschritt: „Mit der Einführung von MeinAMS setzt das AMS ein klares Zeichen für eine moderne und serviceorientierte Verwaltung. Die Plattform erleichtert den Zugang zu Arbeitsmarktservices und ermöglicht mehr digitale Selbstbedienung. MeinAMS bietet unseren Kunden den Komfort, den sie aus der Welt des Internets gewohnt sind.“ Die Benutzeroberfläche wurde bewusst intuitiv gestaltet und funktioniert auf allen gängigen Endgeräten – Smartphones, Tablets und PCs.
Registrierungsoptionen
Für die Erstregistrierung stehen zwei Optionen zur Verfügung: Die empfohlene und schnellste Methode ist die Anmeldung über ID Austria, die nur wenige Minuten dauert. Eine Vollversion der ID Austria ist dabei nicht erforderlich. Durch diese Anmeldeart und die implementierte Zwei-Faktor-Authentifizierung wird der Datenschutz verstärkt. Alternativ können sich Nutzer auch mit E-Mail-Adresse und selbstgewähltem Passwort registrieren.
Diese Variante nimmt allerdings mehrere Tage in Anspruch, da zur Identitätsbestätigung ein RSA-Brief (Einschreibebrief) per Post verschickt wird. Die bisherigen Anmeldemethoden über FinanzOnline oder die Kombination aus Benutzername und Passwort werden nicht mehr unterstützt.