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Klage von Angehörigen

Neue Dokumente: Saudis sollen Drahtzieher von 9/11 sein

(FOTO: X/@ardan_blade)
(FOTO: X/@ardan_blade)

Die Bilder des 11.September 2001, haben sich unauslöschlich in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Mehr als zwei Jahrzehnte lang stand die Terrororganisation Al-Qaida unter der Führung Osama bin Ladens im Zentrum der Anschuldigungen. Doch nun könnten neue Beweise diese langjährige Annahme auf den Kopf stellen – mit möglichen tiefgreifenden Konsequenzen für das Verständnis der Ereignisse.

Ein Dokument, das Fragen aufwirft

Das 71-seitige Dokument mit dem Vermerk ECF No. 9368, wurde durch das US-Magazin „The Atlantic“ öffentlich gemacht. Es liefert eindeutige Beweise für die Verstrickungen zwischen hohen saudischen Beamten und der Terrororganisation Al-Kaida und legt dar, wie essentiell diese Verbindungen für die Planung und Ausführung der Anschläge waren. Im Bericht wurden neue Beweise aus vertraulichen FBI-Berichten zusammengefasst.

Die Verbindungen zu Al-Qaida

15 der 19 Flugzeugentführer stammen aus Saudi-Arabien, ebenso wie Osama bin Laden, der Gründer des Terrornetzwerks Al-Qaida, das sich zu den Anschlägen bekannte. Als direkte Folge von 9/11 griff die Regierung unter George W. Bush und ihre Verbündeten Afghanistan an. Das Ziel war die seit 1996 herrschende Taliban-Regierung zu stürzen und die Terrororganisation Al-Qaida zu bekämpfen.

Klage von Familienangehörigen

In der Folge haben Angehörige von etwa 2500 Getöteten und mehr als 20.000 Verletzten sowie zahlreiche Firmen und Versicherer das Königreich auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt. Terry Strada, Sprecherin von 9/11 Families United und Witwe eines der Opfer, sieht eine klare Bestätigung für eine Mittäterschaft Saudi-Arabiens. „Jetzt sind die Geheimnisse der Saudis aufgedeckt, und es ist längst an der Zeit, dass das Königreich sich der Rolle seiner Beamten bei der Ermordung Tausender auf amerikanischem Boden stellt.“

Saudi-Arabien im Fokus

Die Dokumente, vorgelegt von Familien der Opfer im Zuge der Klage, suggerieren, dass Beamte des Königreichs ein Netzwerk in den Vereinigten Staaten aufgebaut hatten, welches den Attentätern essentiell bei der Vorbereitung geholfen haben könnte. Dies umfasst die Unterstützung bei Ankunft, Transport und Unterbringung der Täter in den USA sowie die Vermittlung von Kontakten zu lokalen Sympathisanten.

Die Rolle des FBI und saudische Gegenwehr

Das Dokument macht deutlich, wie umfangreich die Unterstützung für die Attentäter gewesen sein mag, inklusive der Beschaffung von Autos und Führerscheinen durch saudische Beamte. Saudi-Arabien selbst weist diese Vorwürfe vehement zurück und strebt eine Abweisung der Klage an. Dabei verweist das Königreich auf zahlreiche FBI-Berichte und andere Dokumente, die seine Unschuld belegen sollen und in den kommenden Monaten Teil öffentlicher Gerichtsverhandlungen werden könnten.

Das US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York steht vor einer Entscheidung, die nicht nur für die Angehörigen der Opfer von großer Bedeutung ist, sondern auch die offizielle Geschichtsschreibung des 11. Septembers beeinflussen könnte.