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Schattenseite

Neue Pflicht: Warum die Sofortüberweisung zum Problem werden kann

Neue Pflicht: Warum die Sofortüberweisung zum Problem werden kann
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2 Min. Lesezeit |

Blitzschnelle Überweisungen werden Pflicht – doch was Verbraucher freut, bereitet Ermittlern Sorgen. Die neue EU-Regelung hat eine problematische Kehrseite.

Ab heute, dem 9. Oktober 2025, tritt eine EU-Vorschrift in Kraft, die alle Bankinstitute verpflichtet, Sofortüberweisungen anzubieten. Diese müssen preislich den herkömmlichen Überweisungen entsprechen, was in den meisten Fällen bedeutet, dass sie kostenfrei sein werden. Die Geldtransfers in Echtzeit dürfen nicht länger als zehn Sekunden benötigen. Zur Erhöhung der Sicherheit wurde ein Ampelsystem implementiert: Bei grünem Signal stimmen IBAN und Empfängername überein, bei gelb gibt es geringfügige Abweichungen mit Korrekturvorschlag, bei rot empfiehlt sich eine erneute Überprüfung der Daten. Ein graues Signal zeigt an, dass der Abgleich aus technischen Gründen nicht durchgeführt werden konnte.

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Die Neuerung bei Bankdienstleistungen bringt zwar Vorteile wie schnellere Transaktionen und weitgehende Kostenfreiheit, birgt jedoch auch Schattenseiten. Ein Ermittler äußerte bereits Bedenken gegenüber 5 Minuten – Details dazu in einem separaten Bericht über die „blanke Katastrophe“ aus Ermittlersicht. Auch beim Bundeskriminalamt haben wir nachgefragt, wie die Behörde die Entwicklung einschätzt.

Behördliche Bedenken

Das Bundeskriminalamt bestätigt die skeptische Haltung: „Ja, sobald eine Sofortüberweisung ausgelöst ist, kann das Geld in der Regel nicht mehr zurückgerufen werden. Diese fehlende Rückholbarkeit ist aus kriminalpolizeilicher Sicht problematisch, weil sie Tätern das rasche Verschieben von Geldern erleichtert.“ An den grundsätzlichen Methoden der Betrugsbekämpfung ändere sich nichts, allerdings steige der Bedarf an präventiven Maßnahmen deutlich.

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Schutzmaßnahmen empfohlen

Auf die Frage nach konkreten Strategien erklärte das Bundeskriminalamt gegenüber 5 Minuten: „Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen werden sich auf verstärkte Präventionsmaßnahmen beschränken.“ Besonders wichtig sei die Verbesserung technischer Schutzvorrichtungen. Das Bundeskriminalamt empfiehlt Bankkunden, Echtzeitüberweisungen ausschließlich an vertraute Empfänger zu tätigen. Für Onlinekäufe sollten sichere Zahlungsdienste mit Käuferschutz bevorzugt werden, anstatt Geld direkt auf fremde Konten zu transferieren.

Als typisches Warnsignal für betrügerische Absichten gilt, wenn jemand über Telefon, E-Mail oder soziale Medien zu einer sofortigen Überweisung drängt.

„Zudem sollte man regelmäßig die aktuellsten Warnungen des Bundeskriminalamts und der Polizei lesen, um über neue Betrugstrends informiert zu bleiben“, lautet der abschließende Rat des Bundeskriminalamts im Gespräch mit 5 Minuten.

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KO KOSMO-Redaktion
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