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Neue Regelung: AMS-ler sind empört und sauer

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FOTO: iStockphoto/zVg.

Die Regierung lässt das AMS die Regel der Zumutbarkeit für arbeitslose Personen jetzt verschärft kontrollieren. Die Arbeitssuchenden aus Wien sind entsetzt und sauer.

Das AMS soll arbeitsunwilligen Personen das Arbeitslosengeld beziehungsweise die Notstandhilfe kürzen. Das will ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher, jedoch ist die Gewerkschaft strikt dagegen. Das Ziel sei nun, den “Bestand auf Vorkrisenniveau” zu bringen. Das heißt: Auch Langzeitarbeitslose sollen so schnell wie möglich wieder einen Job finden und bis Ende des Jahres soll die Arbeitslosigkeit insgesamt nur mehr so hoch wie Ende 2019 vor der Pandemie sein.

Personen, die sich bei den vorgeschlagenen Arbeitsstellen nicht bewerben, wird das Arbeitslosengeld gestrichen werden. 22.000 Arbeitslose wurde die Sozialleistung zeitweilig gestrichen, weil sie Kontrolltermine versäumt oder „geschwänzt“ hätten. In 23.000 Fällen blieben arbeitslose Personen den Schulungen tageweise unentschuldigt fern. Ein Monat kein AMS-Geld gab es für 28.000 Menschen, die ohne Begründung gekündigt hatten. Bei 600 Personen wurden die Sozialleistungen wegen Arbeitsunwilligkeit komplett eingestellt.

verschäfte Regeln & Empörung:
Die AMS-ler sind darüber nicht begeistert. “Jetzt streicht mir das AMS das Geld, anscheinend weil ich mich bei einer Stelle nicht beworben habe”, beklagt ein junger Wiener. “Ich weiß nicht, welche gemeint ist. Alle, die mir zugeschickt wurden, hab ich mich eigentlich beworben und zurückgemeldet.”

Der Mann ist Baumaschinen- & KFZ-Techniker mit jahrelanger Erfahrung im IT-Bereich und seit Monaten arbeitslos. Der Arbeitsmarktservice sei bei der Jobsuche aber wenig hilfreich: “Ich krieg eher vom AMS Stellen zugeschickt, für die ich nicht gedacht bin. Also für die ich keine Qualifikation habe”, so der Mann weiter. Er sieht die Regelverschärfung kritisch.

“Es gibt Leute, die nutzen das aus, das weiß ich. Aber es gibt andere, die sind darauf angewiesen. Ich bekomme jetzt weniger als die Hälfte als ich mit meinem normalen Gehalt bekommen habe. Damit muss ich auskommen.”

“In Wien braucht man Beziehungen”

arbeitsloser Mann

Jobsuche:
Ein anderer Arbeitsloser würde hingegen fast jede Jobstelle nehmen: Der gebürtige Syrer war in Syrien Englisch-Lehrer, jetzt bewirbt er sich als Kellner. Obwohl er sich ständig bewirbt, bekommt er keine Anstellung. Er vermutet:  “In Wien braucht man Beziehungen”, um einen Job zu finden.

Auch er sieht die verschärften Regeln kritisch: “Manchmal ist es eine gute Idee, denn viele wollen nicht arbeiten und wollen einfach das Geld kriegen. Ich glaube, man muss einen Mechanismus finden, ob der Grund fair ist.”

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Quellen: Heute-Artikel

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