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Bildungsreform

Neues Schuljahr: Das alles ändert sich jetzt!

Neues Schuljahr: Das alles ändert sich jetzt!
(FOTO: iStock/dolgachov)
2 Min. Lesezeit |

Ab dem kommenden Schuljahr steht in Österreichs allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) eine bedeutende Veränderung bevor: Die Pflicht zur Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) wird durch eine flexiblere „Abschließende Arbeit“ ersetzt. Diese kann nun auch in Form von Multimediaprodukten wie Videoreportagen oder Podcasts gestaltet werden. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) sieht in Zeiten moderner KI-Sprachmodelle wie ChatGPT keinen zeitgemäßen Anspruch mehr an die traditionelle VWA.

Bis zum Schuljahr 2028/29 haben Maturanten die Möglichkeit, alternativ zur neuen „Abschließenden Arbeit“ eine zusätzliche mündliche oder schriftliche Maturaprüfung zu wählen. Dabei müssen sie sich bis zum 30. September jedes Jahres entscheiden. Neben der klassischen schriftlichen Arbeit können bereits in diesem Jahr alternative Formen gewählt werden, vorausgesetzt, die zuständigen Betreuungslehrkräfte stimmen zu.

Abschaffung der Abschlussarbeiten

Auch an den berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) gibt es Veränderungen: Die bisherigen Abschlussarbeiten werden komplett abgeschafft. Stattdessen sollen neue Reflexionsinstrumente im Fachunterricht eingeführt werden. Diese Neuerung betrifft jährlich zwischen 10.000 und 15.000 Jugendliche.

Gewaltschutzkonzepte

Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft alle Schulformen: Ab Herbst muss jede Schule verpflichtend ein Gewaltschutzkonzept einführen. Dieses Konzept beinhaltet eine Risikoanalyse sowie die Einrichtung eines speziellen Kinderschutzteams. Die Schulordnung für 2024 sieht darüber hinaus einen Verhaltenskodex für alle Besucher des Schulhauses und klare Anweisungen für das Vorgehen bei Verdachtsfällen vor. Ein gemeinsames Projekt des Bildungsministeriums mit dem Innenministerium soll außerdem sicherstellen, dass Schulen konkrete Ansprechpartner bei der Polizei haben, an die sie sich nach Suspendierungen oder Straftaten wenden können. Das Budget für präventive Workshops an Schulen wird um 50 Prozent auf 2,1 Millionen Euro erhöht.

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Neuer Lehrplan und Gebärdensprache

Der Lehrplan für Gymnasien wird ebenfalls überarbeitet. Künftig können gehörlose wie auch hörende Schülerinnen und Schüler die Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) als alternative zweite lebende Fremdsprache oder als Wahlpflichtfach wählen und in diesem Fach maturieren. Die ÖGS ist seit 2005 verfassungsrechtlich anerkannt, wurde aber bislang kaum in den Schulen unterrichtet.

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KO KOSMO-Redaktion
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