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Zielland

Neues Traumland: Warum Kroaten jetzt nach Österreich strömen

Neues Traumland: Warum Kroaten jetzt nach Österreich strömen
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3 Min. Lesezeit |

Die Landkarte der Auswanderung zeichnet für Kroaten neue Routen. Während Deutschland seinen Glanz verliert, locken Österreich, Norwegen und die Schweiz mit besseren Perspektiven.

Das Bild der europäischen Auswanderungsziele hat sich für Kroaten grundlegend gewandelt. Während Deutschland und Irland zunehmend an Attraktivität einbüßen, rücken Österreich, Norwegen und die Schweiz verstärkt in den Fokus jener, die ihrer Heimat den Rücken kehren wollen.

Deutschland, einst der Inbegriff für berufliche Sicherheit und Wohlstand, verliert seinen einstigen Glanz. Ein langjähriger Auswanderer teilt auf Reddit seine Ernüchterung mit: „Es lohnt sich einfach nicht mehr, hierher zu ziehen.“ Er verweist auf die explodierenden Lebenshaltungskosten bei gleichzeitig schwächelnder Wirtschaft. Auch die Arbeitsmentalität habe sich verändert – die jüngere Generation sei deutlich häufiger krankgeschrieben als ihre kroatischen Kollegen.

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Attraktive Alternativen

Österreich hingegen behauptet seine Position als beliebtes Zielland. Die verlässlichen Gehälter und Zusatzleistungen wie das 13. und 14. Monatsgehalt üben nach wie vor große Anziehungskraft aus. Ein dort lebendes Paar berichtet begeistert, dass sie bis zur Hälfte ihres Einkommens zurücklegen können. Allerdings macht sich auch in der Alpenrepublik die Teuerungswelle bemerkbar. Bemerkenswert: Anders als in vielen anderen Ländern existiert in Österreich kein gesetzlicher Mindestlohn – stattdessen regeln Kollektivverträge die Lohnuntergrenzen in den verschiedenen Branchen.

Die Schweiz bleibt ein zweischneidiges Schwert für Auswanderer. „Wenn du einen guten Job ergatterst, ist es fantastisch – ansonsten bleib lieber zu Hause“, rät ein ehemaliger Emigrant. Die Gehaltsentwicklung stagniere, während die Kosten kontinuierlich stiegen. Besonders angespannt sei die Lage am Immobilienmarkt.

Norwegen gewinnt trotz seiner hohen Steuerbelastung zunehmend an Beliebtheit. Ein Norweger mit kroatischen Wurzeln erklärt: „Man hat trotzdem genug zum Leben und kann ordentlich sparen.“ Die Grundversorgung koste ähnlich viel wie in Kroatien, nur Luxusgüter seien deutlich teurer. Bemerkenswert sei, dass viele junge Menschen bereits vor ihrem 30. Lebensjahr Wohneigentum erwerben könnten.

Verlorene Attraktivität

Irland hat in der Wahrnehmung kroatischer Auswanderer einen dramatischen Absturz erlebt. Ein Nutzer beklagt „horrende Mieten und ein katastrophales Gesundheitssystem“. Auch Schweden hat seinen einstigen Nimbus verloren. Eine kroatische Auswanderin, die seit Jahren dort lebt, plant ihre Rückkehr – die zunehmende Kriminalität und Drogenproblematik seien nicht mehr erträglich.

Viele Emigranten gestehen ein, dass Kroatien für sie nach wie vor das schönere Land sei – allerdings nur als Urlaubsziel mit ausländischem Gehalt im Rücken.

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KO KOSMO-Redaktion
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