Juventus hat eine umfassende Umstrukturierung der sportlichen Führungsebene eingeleitet. Am Montag verkündete der Turiner Traditionsklub die Ernennung von Damien Comolli zum Hauptdirektor. Der 52-jährige Franzose bringt reichlich Erfahrung mit, nachdem er bereits bei Tottenham und Liverpool tätig war sowie fünf Jahre als Präsident von Toulouse fungierte. An seiner Seite wird Vereinsikone Giorgio Chiellini als Direktor für Fußballstrategie agieren.
Nach einer enttäuschenden Spielzeit steht der bisherige Sportdirektor Cristiano Giuntoli offenbar vor dem Abschied, weshalb die Bianconeri einen neuen Transferexperten benötigen. Laut Tuttosport kristallisieren sich vier Kandidaten heraus. Als erste Option gilt Ricky Massara, der als ehemaliger Sportdirektor von Roma und Milan den italienischen Fußball bestens kennt und kürzlich seine Position bei Stade Rennes aufgegeben hat.
Potenzielle Nachfolger
Zweiter Anwärter ist Diego Lopez, ein 35-jähriger Spanier, der sich bei RC Lens zunächst als Chefscout und später als Sportdirektor einen Namen machte, den französischen Erstligisten aber inzwischen verlassen hat. Als dritter Kandidat wird Matteo Tognozzi gehandelt, der frühere Chefscout von Juventus, dem die Entdeckung von Talenten wie Dean Huijsen, Matias Soule und Kenan Yildiz zugeschrieben wird.
Tognozzi wechselte im Sommer 2023 zu Granada, um dort mehr Verantwortung zu übernehmen, wird jedoch zunehmend mit einer Rückkehr nach Turin in Verbindung gebracht.
Komplettiert wird die Liste durch Hasan Salihamidzic, einen Ex-Juventus-Profi, der das Vertrauen von Giorgio Chiellini genießt. Der 48-jährige Bosnier ist seit seinem Abschied vom FC Bayern im Jahr 2023, wo er als Sport- und Geschäftsführer wirkte, ohne offizielle Funktion.
Tudors Zukunft
Die Entscheidung über den neuen Sportdirektor könnte auch Auswirkungen auf die Zukunft von Trainer Igor Tudor haben. Der Kroate übernahm die Mannschaft Ende März und führte sie mit einer Bilanz von fünf Siegen, drei Unentschieden und einer Niederlage aus neun Partien auf den vierten Tabellenplatz, der die Qualifikation für die Champions League sicherte.
Trotz der Erreichung dieses Hauptziels ist sein Verbleib ungewiss, da seit Wochen über potenzielle Nachfolger spekuliert wird.
Tudors Vertrag läuft noch bis Sommer 2026.