Mit 40 Jahren noch hungrig auf Bundesliga – Edin Dzeko macht sein Comeback in Deutschlands Oberhaus perfekt.
Nun ist es amtlich: Edin Dzeko bleibt Schalker. Der 40-jährige Angreifer hat beim Bundesliga-Aufsteiger einen weiteren Einjahresvertrag unterzeichnet – und geht damit in seine zweite Saison auf Schalke. Der Verein bestätigte die Einigung offiziell.
Sportvorstand Frank Baumann hatte bereits unmittelbar nach dem Aufstieg keinen Hehl daraus gemacht, dass er mit dem Routinier verlängern wolle. In den vergangenen Tagen war dann durchgesickert, was nun schwarz auf weiß feststeht.
Dzekos klares Bekenntnis
«Ich habe auf Schalke seit dem Winter eine super Mannschaft und fantastische Fans erlebt. Der Bundesliga-Aufstieg gehört zu den Highlights in meiner Laufbahn. Das war außergewöhnlich», sagte Dzeko, der auch künftig mit der Rückennummer 10 auflaufen wird. «Fußball macht mich mein ganzes Leben lang glücklich und treibt mich an. Ich habe noch Hunger. Und ich will unserer Mannschaft auch in der Bundesliga helfen.»
Im Jänner war Dzeko von der AC Florenz in den Ruhrpott gewechselt – und lieferte sofort. In der Rückrunde war er alle 67 Minuten direkt an einem Treffer beteiligt und damit einer der entscheidenden Faktoren auf dem Weg zurück in die Bundesliga. In elf Einsätzen erzielte der Routinier sechs Tore und bereitete drei weitere Treffer vor – neun direkte Torbeteiligungen, die den Unterschied machten.
Vereinsdirektor Profifußball Youri Mulder würdigte seinen Anteil entsprechend: «Edin hat Schalke 04 in seinen bisherigen rund viereinhalb Monaten etwas Besonderes gegeben. Er war Leistungsträger und Fan-Liebling und durch seine Persönlichkeit auf und neben dem Platz immer Vorbild.» Und weiter: «In den Gesprächen in den vergangenen Wochen wurde deutlich, dass Edin immer noch brennt. Deswegen haben wir die Überzeugung, dass er uns auch in der Bundesliga helfen wird.»
Bundesliga kein Neuland
Mit dem Verbleib auf Schalke wartet auf Dzeko auch eine persönliche Wiederbegegnung: Robin Gosens, der als Neuzugang zu den Königsblauen zurückgekehrt ist, stand mit ihm bereits in Florenz auf dem Platz. Für den Bosnier selbst ist die Bundesliga kein Neuland – ganz im Gegenteil.
Mit dem VfL Wolfsburg wurde er 2009 Deutscher Meister, ein Jahr später krönte er sich zum Torschützenkönig. Stationen bei Manchester City, der AS Rom, Inter Mailand und Fenerbahçe Istanbul folgten, bevor er im Winter den Weg zurück nach Deutschland fand. Ob er nach der Weltmeisterschaft mit Bosnien-Herzegowina überhaupt weitermachen würde, hatte er zunächst offengelassen.
Die Antwort hat er nun gegeben.