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Waffendebatte

„Nur für Exekutive“ – Grazer Bürgermeisterin fordert radikales Waffenverbot nach Amoklauf

„Nur für Exekutive“ – Grazer Bürgermeisterin fordert radikales Waffenverbot nach Amoklauf
Symbolfoto. FOTO: iStock/Bytmonas
2 Min. Lesezeit |

Nach dem Grazer Amoklauf mit elf Toten fordert Bürgermeisterin Kahr radikale Konsequenzen. Die KPÖ-Politikerin will Schusswaffen in Privatbesitz komplett verbieten.

Nach dem verheerenden Amoklauf in Graz mit elf Todesopfern hat sich die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ, Kommunistische Partei Österreichs) für eine drastische Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen. In einem Auftritt in der ZiB2 plädierte die Kommunalpolitikerin für ein umfassendes Verbot von Schusswaffen in Privatbesitz. „Waffen sollte nur unsere Exekutive tragen, keine Privatpersonen“, erklärte Kahr und äußerte ihre Überzeugung, dass die Vergabe von Waffenscheinen derzeit zu großzügig gehandhabt werde.

Die Bürgermeisterin betonte, dass sie diese Position nicht erst seit dem jüngsten Vorfall vertrete, die aktuelle Tragödie habe sie jedoch in ihrer Haltung „erst recht“ bestärkt. Der Täter Artur A. hatte bei seinem 17-minütigen Amoklauf zwei legal erworbene Schusswaffen eingesetzt. Als Reaktion auf das Geschehen versammelten sich zahlreiche Grazer zu einem Lichtermeer am Hauptplatz, um der Opfer zu gedenken.

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Überparteiliche Krisensitzung

Die Stadtregierung reagierte umgehend mit einer Sondersitzung am Dienstag. „Wir sind gemeinsam durchgegangen, ob etwas verabsäumt wurde und haben die nächsten Schritte besprochen, die zu tun sind“, schilderte Kahr den Ablauf des Krisentreffens. Sie unterstrich den überparteilichen Charakter der aktuellen Bemühungen: „Wir gehen diese Tage gemeinsam Schritt für Schritt. Jetzt hat Politik keinen Platz.“

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Hilfe für Kinder

Für die kommenden Tage kündigte die Bürgermeisterin besondere Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der Kinder an. Es sei entscheidend, mit ihnen über die traumatischen Ereignisse zu sprechen.

„Es geht darum, Erklärungen, so gut man sie weiß, gibt. Dass man Beistand gibt, Sicherheit gibt“, führte Kahr aus.

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KO KOSMO-Redaktion
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