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Preisschock

Österreich-Aufschlag: AK deckt massive Preisunterschiede auf

Österreich-Aufschlag: AK deckt massive Preisunterschiede auf
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Gleiche Marke, gleiche Verpackung – aber ein völlig anderer Preis. Was Österreicher im Supermarkt zahlen, überrascht im direkten Ländervergleich.

Laut dem aktuellen AK Preismonitor vom Anfang Mai zahlen Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich für identische Markenprodukte im Schnitt rund 26 Prozent mehr als in Deutschland. Bei einzelnen Artikeln liegt der Aufpreis sogar bei nahezu 100 Prozent. Für den Vergleich wurden 69 gleiche Marken-Lebensmittel in vier Online-Supermärkten beider Länder herangezogen.

Das Ergebnis: 56 der 69 untersuchten Produkte – das entspricht 81 Prozent – sind in Österreich teurer, sieben Produkte (zehn Prozent) günstiger und sechs (neun Prozent) kosten in beiden Ländern gleich viel. Selbst nach Herausrechnung der Mehrwertsteuer bleibt ein erheblicher Unterschied bestehen: Netto sind identische Marken-Lebensmittel in Österreich im Schnitt um rund 22 Prozent teurer als in Deutschland.

Methodik der Erhebung

Die Erhebung fand am 4. und 5. Mai statt und umfasste die österreichischen Online-Supermärkte Billa und Interspar sowie die deutschen Plattformen Rewe und Globus. Sämtliche Preise wurden inklusive der jeweils geltenden Mehrwertsteuer erfasst – in Österreich zehn beziehungsweise 20 Prozent, in Deutschland sieben beziehungsweise 19 Prozent. Aktionspreise flossen in die Auswertung ein, Kundenkarten-Vorteilspreise und Mengenrabatte hingegen nicht.

„Die AK Preisvergleiche zeigen regelmäßig einen Österreich-Aufschlag. Diese Praxis gehört abgestellt – dafür setzt sich die AK schon seit langem vehement ein – auch auf EU-Ebene“, sagt Gabriele Zgubic, Leiterin AK Konsument:innenpolitik. „Darum begrüßen wir ausdrücklich, dass es sowohl im österreichischen Regierungsprogramm als auch in der EU-Binnenmarktstrategie endlich ein Bekenntnis dazu gibt, diesen Aufschlag abzuschaffen und die Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich nicht länger zu benachteiligen.“

Konkrete Preisunterschiede

Wie groß die Preisschere im Einzelnen ausfällt, zeigen folgende Beispiele anhand der Brutto-Durchschnittspreise in Euro: Crunchips Paprika von Lorenz (150 g) kosten in Österreich 2,89 Euro, in Deutschland 1,50 Euro – ein Unterschied von 93 Prozent. Kaffeepads von Lavazza (18 Stück) sind hierzulande um 84 Prozent teurer (5,49 Euro gegenüber 2,99 Euro). Für Maggi Fix Spaghetti Carbonara (35 g) werden in Österreich 1,39 Euro verlangt, in Deutschland 0,79 Euro (plus 76 Prozent).

Das Calippo Cola Eis von Eskimo (525 ml) schlägt in Österreich mit 6,79 Euro zu Buche, in Deutschland mit 3,99 Euro (plus 70 Prozent). Cini Minis von Nestlé (375 g) kosten 3,79 Euro statt 2,49 Euro (plus 52 Prozent), die Steinofen-Pizza Salami von Wagner (320 g) 3,99 Euro statt 2,63 Euro (ebenfalls plus 52 Prozent). Bresso Frischkäse (150 g) ist in Österreich mit 2,64 Euro um 51 Prozent teurer als in Deutschland (1,75 Euro), Bonduelle Linsen (400 g) kosten 2,19 Euro statt 1,45 Euro (plus 51 Prozent).

Ben’s Basmati Reis (500 g) liegt bei 4,49 Euro gegenüber 3,14 Euro in Deutschland (plus 43 Prozent), und passierte Tomaten von Pomito (500 g) kosten hierzulande 1,99 Euro, in Deutschland 1,39 Euro (plus 43 Prozent).

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KO KOSMO-Redaktion
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