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Mobilitätswende

Österreich startet Mega‑Plattform für Elektroautos und E‑Mobilität

Österreich startet Mega‑Plattform für Elektroautos und E‑Mobilität
(Symbolbild FOTO: iStock)
4 Min. Lesezeit |

Österreich elektrisiert den Verkehr: Eine neue Webseite bündelt alle Infos zur E-Mobilität, während die Zulassungszahlen für Elektrofahrzeuge deutlich steigen.

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität, Energie, Klimaschutz und Umwelt hat in Zusammenarbeit mit der AustriaTech eine neue digitale Anlaufstelle geschaffen: Die Webseite emove-austria.gv.at bündelt erstmals sämtliche relevanten Informationen zur Elektromobilität in Österreich unter einem Dach. Die Plattform richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen und ist ein Baustein des im Vorjahr initiierten Dachprogramms eMove Austria, mit dem die Regierung laut Mobilitätsminister Peter Hanke den Wandel im Verkehrssektor beschleunigen will.

Bei der Präsentation betonte Hanke die strategische Bedeutung: „Die Elektromobilität ist ein zentraler Baustein auf unserem Weg zur Mobilitätswende, politisch wie gesellschaftlich. Mit eMove Austria haben wir im vergangenen Jahr klare Signale gesetzt, durch gezielte Förderungen, den massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur und nun auch durch Information.“

Das neue Onlineportal fungiert als zentrale Informationsquelle für sämtliche Aspekte der E-Mobilität und orientiert sich in seiner Struktur an den vier Säulen des nationalen Programms eMove Austria. Der Bereich eRide liefert umfassende Daten zum Umstieg auf elektrische Fortbewegungsmittel – sowohl für Privatpersonen als auch für Betriebe. Nutzer finden hier aktuelle Statistiken zur Entwicklung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen aller Kategorien sowie Informationen zu Fördermöglichkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Im Segment eCharge steht die Ladeinfrastruktur im Mittelpunkt: Besucher erhalten Echtzeit-Informationen zur Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen, Ausbaustatistiken, Förderdetails für Ladepunkte sowie rechtliche Grundlagen und praktische Anleitungen – etwa zur Installation privater Wallboxen oder zur Nutzung von Hochleistungs-Ladestationen. Der Abschnitt eBus widmet sich der Elektrifizierung des öffentlichen Busverkehrs mit Daten, Förderprogrammen und regulatorischen Vorgaben. Verkehrsunternehmen und Kommunen finden hier Informationen zu Förderquoten und Voraussetzungen für die Umrüstung auf emissionsfreie Antriebe sowie Hinweise zu Ladeinfrastruktur und betrieblichen Anforderungen.

Der vierte Bereich eTruck adressiert speziell Unternehmen und Flottenbetreiber im Gütertransport mit Informationen zur Förderung emissionsfreier Nutzfahrzeuge und der entsprechenden Lade- oder Betankungsinfrastruktur. Dies umfasst detaillierte Erläuterungen zu Förderquoten sowie Hinweise zu betrieblichen Voraussetzungen für den Umstieg auf elektrische Lkw-Flotten.

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Bilanz 2025

Parallel zum Launch der Plattform präsentierte Hanke eine Bilanz des E-Mobilitätsjahres 2025, die deutliche Zuwächse in mehreren Bereichen belegt. Der Anteil rein elektrischer Pkw bei Neuzulassungen überschritt erstmals die 21-Prozent-Marke – ein klarer Anstieg gegenüber rund 17 Prozent im Jahr 2024. Insgesamt sind nun 261.254 batteriebetriebene Pkw auf Österreichs Straßen unterwegs.

Eine detaillierte Analyse der Neuzulassungszahlen auf Bezirksebene offenbart erhebliche regionale Unterschiede: Während der landesweite Durchschnitt bei privaten E-Auto-Käufen bei 17,21 Prozent lag, erreichte der Bezirk Rohrbach in Oberösterreich mit 32,26 Prozent den Spitzenwert, während Bruck-Mürzzuschlag in der Steiermark mit 8,84 Prozent das Schlusslicht bildete.

Auch im Bereich der Busse und Nutzfahrzeuge verzeichnete die E-Mobilität beachtliche Fortschritte: Die Anzahl der E-Busse stieg um 51 Prozent auf insgesamt 584 Fahrzeuge. Bei schweren E-Nutzfahrzeugen (Klassen N2, N3 und schwere Sattelzüge) wuchs der Anteil elektrisch betriebener Fahrzeuge auf 5,9 Prozent der Neuzulassungen – nach etwa zwei Prozent im Vorjahr. Die Ladeinfrastruktur wurde ebenfalls deutlich ausgebaut: Die Zahl öffentlicher Ladepunkte erhöhte sich binnen Jahresfrist um rund 9.000 auf über 35.000, darunter etwa 4.000 Ultra-Schnellladepunkte mit mehr als 150 Kilowatt Ladeleistung und einer Gesamtleistung von circa einem Gigawatt.

Europäischer Vergleich

Österreich bewegt sich beim Ausbau der E-Mobilität über dem EU-Durchschnitt, was gleichzeitig die rasante Entwicklung in ganz Europa widerspiegelt. Während in Österreich Ende 2025 der Anteil batterieelektrischer Fahrzeuge an den Neuzulassungen 21,3 Prozent betrug, lag dieser Wert EU-weit bei etwa 17,4 Prozent – deutlich mehr als in den Vorjahren, wie die European Automobile Manufacturers Association ACEA berichtet.

Die Verteilung innerhalb Europas zeigt laut ACEA ein ähnliches Niveau: Deutschland als größter europäischer Markt verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 bereits über 248.000 BEV-Zulassungen – ein Plus von mehr als 35 Prozent im Jahresvergleich – und erreichte einen BEV-Marktanteil von rund 17,7 Prozent. Die Niederlande erzielten im gleichen Zeitraum ebenfalls hohe Zahlen mit 63.940 zugelassenen BEV-Pkw und einem Anteil von etwa 35 Prozent bei den Neuzulassungen.

Norwegen bleibt Spitzenreiter: Im skandinavischen Land überschritt der BEV-Anteil Ende 2025 erstmals deutlich die 90-Prozent-Marke.

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KO KOSMO-Redaktion
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