Österreichs politische Bühne bebt: Die geplante Ampel-Koalition präsentiert ihr Regierungsprogramm. Die Blauen schießen scharf und sprechen von Erpressung.

Die politische Landschaft in Österreich erlebt derzeit eine bedeutende Entwicklung: Die geplante Ampel-Koalition, bestehend aus der ÖVP, SPÖ und den Neos, hat ihr Regierungsprogramm präsentiert. Unter dem Titel „Jetzt das Richtige tun. Für Österreich“ skizziert das 210-seitige Dokument die Strategien der Koalition für die kommenden „zwei harten Jahre“. Schwerpunktmäßig werden Einsparungen zur Reduzierung des Budgetdefizits sowie Reformen in den Bereichen Asyl, Gesundheit und Bildung angegangen, wie von der Zeitung „Heute“ berichtet wurde.
Kritik von der FPÖ
Die politische Dynamik wird von der Reaktion der FPÖ, insbesondere von deren Chef Herbert Kickl, bestimmt. Kickl kritisierte das Programm scharf und bezeichnete es als „Erpressungsversuch“. Er fand es bemerkenswert, dass ein Regierungsprogramm existiert, bevor die Regierung offiziell gebildet ist.
Das gab es glaube ich auch noch nie: Ein so genanntes „Regierungsprogramm“, bevor überhaupt eine Regierung steht. Man könnte auch von einem offenen Erpressungsversuch in Sachen Zustimmung gegenüber der NEOS-Basisversammlung, die ja erst am Sonntag stattfinden wird, sprechen. Und…
— Herbert Kickl (@herbert_kickl) February 27, 2025
Auf der Plattform X (ehemals Twitter) äußerte er: „Das gab es, glaube ich, auch noch nie: Ein sogenanntes ‚Regierungsprogramm‘, bevor überhaupt eine Regierung steht. Man könnte auch von einem offenen Erpressungsversuch in Sachen Zustimmung gegenüber der NEOS-Basisversammlung, die ja erst am Sonntag stattfinden wird, sprechen. Und bei der SPÖ ist ja das Hauen und Stechen um Posten auch noch in vollem Gang…“
Die Zustimmung der Neos-Mitglieder zur Dreierkoalition steht noch aus und wird am Sonntag erwartet. Sollte diese Hürde genommen werden, ist die Angelobung der neuen Regierung durch das Staatsoberhaupt, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, für Montag geplant.
Weitere Kritikpunkte
Kickl verstärkte seine Kritik auf Facebook und bezeichnete das Regierungsprogramm als das „schlechteste Programm aller Zeiten“. Er beschuldigte die Koalition, das Steuergeld der Österreicher zu verschwenden, während die Bevölkerung mit hohen Preisen, Steuern und Bürokratie kämpft.
„Vielgeprüftes Österreich…“, fügte er hinzu, um seine Bedenken zu unterstreichen.
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