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Insolvenz

Palmers kämpft gegen Insolvenz: Filialen schließen

Palmers kämpft gegen Insolvenz: Filialen schließen
FOTO: iStock/BalkansCat
2 Min. Lesezeit |

Palmers schließt zwei Vorarlberger Filialen im Zuge der Insolvenz. 36 Standorte in Österreich betroffen, Gespräche mit Investoren laufen.

Der Wäschehersteller Palmers, der sich inmitten eines Insolvenzverfahrens befindet, hat angekündigt, zwei seiner sieben Filialen in Vorarlberg zu schließen. Diese Standorte befinden sich in den Innenstädten von Bregenz und Bludenz. Die betroffenen Mitarbeiter wurden bereits über die Schließungen informiert. Insgesamt sollen in Österreich 36 Filialen geschlossen werden, was 117 Angestellte betrifft, wie das Unternehmen nach der ersten Gläubigerversammlung am Landesgericht Wiener Neustadt mitteilte.

Trotz der Herausforderungen ist die Finanzierung des laufenden Betriebs momentan „aktuell gesichert“. Um die Sanierung des Unternehmens zu ermöglichen, werden derzeit Gespräche mit verschiedenen Investoren geführt. Palmers plant zudem, unrentable Franchise-Verträge aufzulösen und defizitäre Tochtergesellschaften im Ausland zu schließen.

Sanierungsmaßnahmen

Mit den angekündigten Filialschließungen unternimmt Palmers erste Schritte zur Sanierung seit der Insolvenzeröffnung Mitte Februar. Vor der Insolvenz betrieb das Unternehmen 114 eigene Filialen mit insgesamt 515 Beschäftigten. Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) liegen die Umsätze des Unternehmens deutlich über den geplanten Finanz- und Fortführungszielen. Daher soll das Sanierungsverfahren unter Eigenverwaltung fortgesetzt werden.

Allerdings sei ohne externe Unterstützung „aus heutiger Sicht eine Finanzierung der Fortführung sowie der Sanierungsplanquote nicht darstellbar“, so der AKV.

Derzeit laufen konkrete Verhandlungen mit drei potenziellen Investoren aus Österreich, die an einer Übernahme oder Beteiligung interessiert sind. Palmers berichtet zudem von „laufend weiteren Anfragen neuer Investoren“. Neben der Investorensuche werden alle Vermögenswerte des Unternehmens, einschließlich der Marke „Palmers“, genau analysiert.

Zukunftsperspektiven

Palmers zeigt sich zuversichtlich, das Sanierungsverfahren erfolgreich abzuschließen. Am 22. April wird bei einer Prüfungs- und Berichtstagsatzung die tatsächliche Schuldenhöhe ermittelt.

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft von Palmers wird dann am 6. Mai bei der Sanierungsplantagsatzung getroffen.

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