Parken wird teurer: Mehrere Städte drehen an der Preisschraube. Während Wiener Neustadt bereits zum Jahreswechsel die Tarife anhebt, folgen andere Gemeinden in den kommenden Monaten.
Ab 2026 müssen Autofahrer in mehreren Städten mit höheren Parkgebühren rechnen. In Wiener Neustadt (Niederösterreich) greift die Preisanpassung bereits zum Jahreswechsel: Die halbstündige Nutzung einer Kurzparkzone verteuert sich von 60 auf 70 Cent. Für Garagennutzer steigt der Preis für 30 Minuten von 70 auf 90 Cent. Bestehende Sonderangebote wie die kostenfreie dritte Stunde in Parkhäusern bleiben jedoch bestehen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass dies die erste Tariferhöhung seit 2013 darstellt. Besitzer älterer Parkscheine haben die Möglichkeit, diese einzutauschen und den Differenzbetrag nachzuzahlen.
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Auch Klosterneuburg (Niederösterreich) passt seine Parkgebühren nach oben an. Künftig werden für eine halbe Stunde 1,30 Euro fällig – bisher lag der Tarif bei einem Euro. Auch hier können bereits erworbene Parkscheine gegen Aufzahlung weiterverwendet werden.
In Tulln (Niederösterreich) wurden die Gebühren für Kurzparkzonen bereits im Sommer 2025 angehoben. Zum Jänneranfang folgt nun eine weitere Anpassung: Die Jahreskarte für Dauerparker kostet künftig 592 Euro. Bewohner-Parkkarten für die Kurzparkzone verteuern sich von 620 auf 767 Euro.
Mödling diskutiert
In Mödling (Niederösterreich) wird seit längerer Zeit über eine Neugestaltung des städtischen Parkraumkonzepts diskutiert. Trotz einer Petition mit 1.000 Unterschriften gegen die Einführung eines Parkpickerls liegt bislang kein konkreter Beschluss vor.
In Wien steigen die Parkgebühren deutlich an. Während die ersten 15 Minuten weiterhin kostenfrei bleiben, erhöht sich der Preis für eine halbe Stunde von 1,30 auf 1,70 Euro. Der ÖAMTC informiert, dass Parkscheine mit alten Tarifen noch sechs Monate nach Jänneranfang verwendet werden können. Ein Umtausch oder eine Rückerstattung – selbst gegen Aufzahlung – ist jedoch nicht vorgesehen.
ÖAMTC warnt
Nach Einschätzung des ÖAMTC werden im ersten Quartal weitere Gemeinden ihre Parkgebühren anheben. Besonders in niederösterreichischen Ortschaften rund um Wien sei mit Anpassungen bei Zonen, Zeiten und Kosten zu rechnen. „Die Erhöhungen sind jedoch geringfügiger als in Wien“, erklärt Club-Experte Gilles Dittrich gegenüber noe.ORF.at.
Generell müssen Autofahrer im gesamten Wiener Umland laut ÖAMTC mit steigenden Parkkosten rechnen.