Zum Jahreswechsel klingeln die Kassen: Salzburger geben für Silvester durchschnittlich 159 Euro aus – deutlich mehr als im Vorjahr. Jeder Fünfte investiert in Feuerwerk.
Der heimische Handel rechnet zum Jahreswechsel mit beachtlichen Umsätzen von bis zu 600 Millionen Euro in ganz Österreich. Eine vom Handelsverband in Auftrag gegebene Studie positioniert Salzburg dabei im österreichweiten Vergleich im Mittelfeld. Etwa zwei Drittel der Salzburger Bevölkerung investieren in kulinarische Spezialitäten und Glücksbringer für die Silvesternacht, während rund ein Viertel auf zusätzliche Einkäufe komplett verzichtet. Die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben für Silvester liegen in Salzburg aktuell bei 159 Euro – ein deutlicher Anstieg gegenüber den 134 Euro im Vorjahr. In diese Summe fließt auch der Kauf von Pyrotechnik ein: Jeder fünfte Salzburger erwirbt heuer Raketen oder Böller.
Die Nachfrage nach Feuerwerkskörpern verzeichnet damit einen leichten Aufwärtstrend im Vergleich zum Vorjahr. Viele Salzburger möchten trotz zahlreicher Einschränkungen das neue Jahr mit einem Knalleffekt begrüßen. Allerdings haben die lokalen Abschussverbote in den vergangenen Jahren den Umsatz merklich reduziert, wie Feuerwerksverkäuferin Kristin Werner bestätigt: „Es läuft schon gut, aber man merkt, dass es weniger ist, als noch vor ein paar Jahren.“
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Spektakuläre Feuerwerke
Mit ihrem Unternehmen verantwortet Werner in diesem Jahr acht große Feuerwerksspektakel im deutschsprachigen Raum. Alternative Konzepte wie Laser- oder Drohnenshows kommen für sie nicht in Betracht, wie sie erläutert: „Ich finde, bei den Drohnen gibt es beispielsweise schon sehr schöne Sachen und Shows. In meinem Empfinden hat man es aber nach fünf Minuten gesehen und es nimmt einen dann nicht mehr mit.“
Die Blaulichtorganisationen appellieren an die Bevölkerung, mit Vorsicht zu agieren.
Bei Raketen und Böllern handelt es sich um Pyrotechnik, die einen verantwortungsvollen Umgang erfordert.